Ratingen: Wirbel um Post-Filiale in West
zuletzt aktualisiert: 23.09.2008Düsseldorf (RPO). Die geplante Schließung der Post-Filiale im Stadtteil West sorgt weiterhin für Wirbel. Nachdem die SPD eine Unterschriften-Aktion zum Erhalt des Amtes am Berliner Platz für Samstag, 27. September, angekündigt hatte, meldete sich gestern die Deutsche Post AG zu Wort. Sprecher Dieter Pietruck betonte, dass man diese Aktion aus Sicht des Unternehmens überhaupt nicht nachvollziehen könne.
„Dass sich die Bürger auf den Weg zum Innenstadt-Postamt machen müssen, wenn sie ein Paket abholen müssen, ist definitiv falsch“, erklärte Pietruck verärgert. Denn die neue Partner-Filiale an der Erfurter Straße biete das gewohnte und umfangreiche Leistungsangebot der Post, „also auch eine Paketannahmestelle“, so Pietruck. Zum 15. Oktober soll der neue Partner an den Start gehen. Wer es sein wird, dies wollte der Post-Sprecher noch nicht verraten. „Zunächst wollen wir die Stadtspitze informieren“, meinte er gestern auf RP-Anfrage.
Erst in der vergangenen Woche hatten Politiker der Bürger-Union die Bitte an Bürgermeister Harald Birkenkamp herangetragen, sich entschlossen gegen eine Schließung der Filiale am Berliner Platz einzusetzen. Der Standort sei vor allem für ältere Menschen eine wichtige Anlaufstelle, hieß es.
Aus Sicht von Dr. Friedrich Ahrens, Ortsarbeitsgemeinschaft der Verbraucher Ratingen (OAGV), kommt dieser Appell viel zu spät. Bereits Ende Mai sei über die Pläne der Post mit Blick auf den Stadtteil West in der RP berichtet worden. „Damals hätte die Bürger-Union aufwachen müssen. Zeit war genug da“, kritisierte Ahrens. Im November 1999 habe es einen ähnlichen Fall gegeben: die Schließung der Post-Filiale in Tiefenbroich.
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