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Ratingen: Zahngold-Sammlung mit Rekorderlös

zuletzt aktualisiert: 18.03.2010

Düsseldorf (RPO). Zum fünften Mal haben Ratinger Zahnärzte über einen Zeitraum von zwei Jahren Zahngold von spendablen Patienten für einen guten Zweck gesammelt. Dank des momentan beachtlichen Goldpreises – 24 Euro pro Gramm – konnten diesmal stolze 95 728 Euro erlöst werden, freute sich Initiator Helmut Brinkmann gestern bei der Überreichung eines symbolischen Goldzahns an Heinz Josef Breuer, Vorsitzender der Hospizbewegung, der das Geld auch in diesem Jahr zugute kommt.

Breuer bedankte sich bei den 18 aktiven Ärzten und bat sie, seinen Dank an die vielen Zahngoldspender auszusprechen: "Die Spende ist ein erfreuliches Zeichen dafür, dass viele Ratinger unsere Arbeit unterstützen." Breuer weiß auch schon, in welches Projekt die Großspende fließen wird: "Wir haben gerade erst mit dem St. Marien Krankenhaus über die Erweiterung der kleinen Palliativstation verhandelt, die wir vor 18 Monaten gemeinsam in Betrieb genommen haben.

Diese Einrichtung, die im letzten Jahr mit dem Gesundheitspreis des Landes NRW ausgezeichnet worden ist, soll von drei auf sechs oder sogar sieben Zimmer aufgestockt werden. Mit dem Erlös aus der Goldsammlung können wir schon Ende dieses Jahres umbauen, um 2011 mit einem größeren Pflegeangebot zu starten." Seit ihrer Gründung im Jahr 1995 sorgt die Hospizbewegung mit ehrenamtlicher Sterbebegleitung dafür, dass Sterben, Tod und Trauer enttabuisiert werden.

Die Ratinger Zahnärzte unterstützen die Hospizbewegung zum wiederholten Mal. Nach jeweils zwei Jahren tragen sie ihre Goldzahnbestände zusammen und lassen sie von der Scheideanstalt Degussa in Hanau, die auch die Zahnärzte beliefert, in ihre Bestandteile zerlegen, da Goldzähne ja nicht aus purem Gold bestehen. Degussa vergütet den reinen Goldgewinn mit dem jeweils aktuellen Goldpreis und überweist den Betrag direkt an den Nutznießer der Sammlung, die Hospizbewegung.

Das Gold wird anschließend wieder aufbereitet und kommt erneut in den Handel. Auch wenn in den Zahnarztpraxen heute wesentlich weniger mit Zahngold gearbeitet wird – die Sammlung geht weiter, sagt Initiator Brinkmann, der sich noch mehr Kollegen als Mitsammler wünscht.

Quelle: RP

 
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