Volleyball: Am Ende ging die Luft aus
VON LUIS HANSSLER - zuletzt aktualisiert: 17.01.2012Volleyball (RP). Die SG Ratingen/Düsseldorf verliert gegen SV Bayer Wuppertall II mit 2:3. Mike Metzner stand nach langer Verletzungspause erstmalig wieder auf dem Feld und will jetzt wieder angreifen.
Bei der SG Ratingen/Düsseldorf will die Pechsträhne einfach nicht abreißen. Nach einer unglaublichen Hinrunde und dem vollkommen überraschenden fünften Platz in der ersten Regionalliga-Saison empfing die Mannschaft von Trainer Daniel Reitemeyer zum Rückrundenauftakt den SV Bayer Wuppertal II. Die durch Verletzungspech stark geschwächten Ratinger verloren wie schon im Hinspiel denkbar knapp mit 2:3 (22:25, 25:19, 25:18, 17:25, 12:15).
Die durch die vielen Ausfälle sichtbar nervösen Hausherren fanden gegen konzentriert aufspielende Wuppertaler schlecht ins Spiel. Leichte Fehler in der Annahme und im Block auf Seiten der SG ermöglichten es den Gästen aus Wuppertal, sich schnell eine kleine Führung herauszuspielen und so den ersten Satz mit 25:22 zu gewinnen.
Doch der zweite Satz sollte einige Überraschungen bringen. So zeigten sich die Hausherren wie ausgewechselt, auf einmal schienen die Verletzungen und Ausfälle vergessen. Besonders die Außenangreifer Jan Schulz und Christian Stefanowski, die beide trotz Schulter- und Knieproblemen aufgelaufen waren, stärkten in dieser Phase das Ratinger Angriffsspiel. Durch eine starke Angabenserie von Stefanowski konnten sich die Hausherren eine komfortable Führung erarbeiten und so den zweiten Satz verdient mit 25:19 gewinnen.
Auch im dritten Satz gab sich die Mannschaft um den ebenfalls angeschlagenen Kapitän Marc Piskun – er wird seit Wochen von starken Rückenschmerzen geplagt, gegen Wuppertal spielte er unter Schmerzmitteln – keine Blöße und spielte konzentriert weiter. Gute Annahmen durch Ayhan Ülkü, schöne Ballverteilung durch die Zuspieler Ricken und Kartheuser, druckvolle Angriffe durch Diagonalangreifer André Mayer – in dieser Phase gelang den Ratingern nahezu alles. So ging auch der dritte Satz gegen chancenlose Gäste mit 25:18 nach Ratingen.
Doch dann machten sich die vielen Verletzungen doch bemerkbar, im Spiel der Hausherren war sichtbar die Luft raus. So musste nach einem enttäuschenden vierten Satz (17:25) ein Tiebreak die Entscheidung bringen.
Der fünfte Satz verlief dann bis zum Stand von 12:12 ausgeglichen, bis kleine Unkonzentriertheiten und eine zumindest zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung die Ratinger Niederlage besiegelten. "Dass wir dann wieder so knapp verlieren, ist ärgerlich. Aber unzufrieden bin ich nicht, die Jungs haben bis zum Umfallen gekämpft", sagte SG-Coach Reitemeyer.
Trotz der Niederlage bleiben die Regionalliga-Neulinge aus Ratingen auf Platz fünf. In den nächsten Spielen geht es gegen den Erst-, Zweit- und Drittplazierten der Liga. "Da müssen wir kleine Brötchen backen, vor allem angesichts unserer Personalprobleme", sagt Reitemeyer. "Durch die vielen Verletzungen haben wir in den letzten Wochen wenig machen können, das müssen wir jetzt aufholen."
Der Ratinger Coach hofft dabei auf seinen Außenangreifer Mike Metzner, der nach einer Knieoperation erstmalig wieder auf dem Feld stand. "Mike sollte nur kurz reinschnuppern. Jetzt hoffen wird, dass er in ein paar Wochen wieder auf sein Leistungsmaximum kommt. In guter Verfassung ist er nahezu unersetzlich", so Reitemeyer.
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