Tennis: Blumberg mit Biss
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 06.07.2010Der Lintorfer TC ist nach dem 6:3-Sieg in Leverkusen Tabellenführer der Regionalliga.
Vor dem letzten Spieltag sind die Chancen des Lintorfer TC auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga der Damen gleichermaßen überraschend wie sprunghaft gestiegen.
Dazu trug die 4:5-Niederlage des bisherigen Spitzenreiters Blau-Weiß Halle in Moers ebenso bei wie der Lintorfer Sieg in Leverkusen, denn die Gäste mussten ohne Ina Zimmermann (Rückenprobleme) und Sarah Krohnen-Dauser (Daumenbruch) antreten. Doch für sie rutschten Linda Blumberg und Nina Nissen in die Formation, die ihre Einzel jeweils im Champions-Tiebreak gewannen und sogleich zu den Matchwinnerinnen avancierten.
Linda Blumberg machte es ganz besonders spannend. Die 26 Jahre alte Oberhausenerin, die zuvor sechs Jahre lang beim Nachbarn RTC Grün-Weiß gespielt hatte, bot gegen Tamara Plocher einen aufopferungsvollen Kampf. Aufgrund ihrer Lauffreude und Willenskraft entschied sie das Match zu ihren Gunsten. Ähnliches gilt für Nina Nissen, die seit fast 20 Jahren für den LTC spielt.
Dass Blumberg und Nissen an den Positionen fünf und sechs ihre Spiele gewannen, war entscheidend. Zwar hatten Sarah Gronert und Yevgenia Savranska an den Spitzenpositionen ebenfalls gewonnen, wobei Gronerts Kontrahentin Schoofs bereits beim 0:1 wegen Schulterproblemen aufgeben musste, doch an den Positionen drei und vier kassierten Daniela Kalthoff und Lisa Krohnen-Dauser Niederlagen. "Ich war wie gelähmt", meinte Mannschaftsführerin Kalthoff nach ihrer schwächsten Saisonleistung.
Am nächsten Sonntag können die Lintorferinnen durch einen Sieg über das punktlose Schlusslicht THC im VfL Bochum II die Meisterschaft in der Regionalliga perfekt machen. Gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die zweite Bundesliga wäre das aber noch nicht. Dazu müsste eine Aufstiegsrunde erfolgreich bestritten werden.
"Das ist noch ein ziemlich weiter Weg", sagt Daniela Kalthoff. "Erst müssen wir mal Bochum schlagen. Und das wird nicht leicht, zumal Savranska fehlt." Die 26 Jahre alte Ukrainerin, deren Bilanz mit vier Siegen in vier Spielen makellos ist, steht nicht zur Verfügung, so dass die Lintorferinnen mit sechs deutschen Spielerinnen antreten werden. Sport in Zahlen
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum