Calmund vermittelte bei Split
zuletzt aktualisiert: 13.08.2007Von allen teilnehmenden Teams beim internationalen U 15-Euro-Cup hatten die Jugendlichen von Hajduk Split die weiteste Anreise: stolze 1500 Kilometer wurden in 27 Stunden im Bus von Kroatien bis Ratingen bewältigt.
Dabei wäre die Mannschaft fast gar nicht gekommen, Organisator Frank Schmitz bekam zweieinhalb Wochen vor dem Turnierstart eine Absage von Hajduk, was den Sportwart des Stadtsportverbandes so richtig verärgerte. Schließlich war schon alles geplant und vorbereitet, eine Absage hätte einen Vertragsverstoß bedeutet. „Ich hatte ja alles schriftlich“, erklärt Schmitz, der zunächst selbst mit den Kroaten verhandelte, da aber alleine auf Dauer nicht weiter kam. Und die Zeit drängte. „Da haben sich dann nach und nach tausend Leute eingeschaltet“, erinnert sich Schmitz, der dann plötzlich prominente Hilfe bekam: „Sogar Reiner Calmund hat da vermittelt“, sagt Schmitz über den ehemaligen Manager von Bayer Leverkusen, der jetzt im Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf sitzt.
Calmunds Worte zeigten Erfolg, denn so nahm Hajduk die 1500 Kilometer nach Ratingen auf sich. Der FC Pilsen mit 650 Kilometern aus Tschechien hatte es da vergleichsweise nah und kam ebenso mit dem Bus, wie die Mannschaft von Austria Wien, die Freitag ziemlich früh ankam und dann auf eigene Faust durch die Dumeklemmerstadt bummelte. Einzig die Wolverhampton Wanderers kamen mit dem Flugzeug und wurden noch in Weeze abgeholt. Beim Turnier nutzten die Engländer dann ihre Freizeit, um mit deutschen Mädchen zu schäkern – mit Händen und Füßen, aber erfolgreich.
Am Freitag hatte Schmitz eine Stadtrundfahrt mit der historischen Straßenbahn durch Ratingen und Düsseldorf organisiert. „Das ist ein super Zug, mit Lautsprechern überall, so dass wir da schön Musik machen konnten“, erzählt der Turnierleiter, der aber einen ordentlichen Wehmutstropfen zu verkraften hatte: Er verlor dabei eine wertvolle Fotokamera. „Irgendwo ist der Beutel, in dem die Kamera war, stehen geblieben. Aber ansonsten war es eine schöne Rundfahrt.“ Und nicht ganz so lang wie die Strecken, die die Besucher aus Split oder Wien auf sich nehmen mussten.
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