Handball: Daniel Hattig soll beim TuS 08 noch einmal aushelfen
VON WERNER MÖLLER - zuletzt aktualisiert: 27.01.2012Handball (RP). Die Handballer starten in ihre Rückrunde. Richtung Verbandsliga-Spitze zu schauen, lohnt sich nicht. Die Bergischen Panther, die sich in der gesamten Hinrunde nur zwei Verlustpunkte erlaubten (beim LTV Wuppertal), sind einfach zu stark und an der Meisterschaft kaum zu hindern. Das sieht man jetzt auch in Lintorf beim Tabellendritten so, wo immer noch gehofft wurde, über einen Rückspiel-Sieg mithalten zu können. Aber der erneute Ausrutscher beim Aufsteiger in Überruhr, die dritte Saisonniederlage, hat diesen Traum zerstört. Jetzt muss der TuS 08 nach Ohligs. Schon das Hinspiel (27:26-Sieg) war ganz hart umkämpft. In der Tabelle liegen die Bergischen als Fünfter zwei Ränge zurück. Wahrscheinlich hilft Daniel Hattig aus, da neben den Langzeitverletzten Philipp Hattig, Stefan Sossalla und Nici Töpfer auch noch Kevin Held (hohes Fieber) ausfallen könnte. Das Problem ist nur, dass Hattig beruflich überlastet ist. "Wir würden ihn unbedingt für den Rückraum brauchen", so Manager Kalle Töpfer. "Denn der hat restlos versagt."
Im Abstiegskampf der Liga wird es im Rückrunden-Verlauf noch knüppelhart zugehen. Selbst der TV Angermund fühlt sich ganz plötzlich längst nicht mehr gesichert. Es geht zum Schlusslicht HSG Radevormwald. Daheim gewann der TVA durch ein Glückstor von Haertler mit dem Abpfiff noch 27:26. Trainer Ralf Knigge: "Wir müssen einfach gut spielen, sonst können wir nichts holen. Die unter uns stehenden Mannschaften punkten plötzlich alle. Unser Vorsprung ist nicht beruhigend." Die nächsten Aufgaben mit Heiligenhaus und Überruhr seien richtungsweisend. Dem TVA fehlt sein Halbrechter Oliver Mentzen (Bänderriss im Fuß). Radevormwald wird als heimstark eingeschätzt, denn die beiden Siege bisher wurde in eigener Halle errungen.
Der TV Heiligenhaus muss auf seine Heimstärke bauen, denn auswärts ist der Neuling noch nicht angekommen und sieglos. Es geht nun als Kellerkind in die Rückrunde. Der LTV Wuppertal ist zu Gast, der nur einen Punkt besser da steht. Die Aussichten sind nicht schlecht, denn die letzten fünf Spiele hat der LTV, der einzige Panther-Bezwinger, verloren. "Wir müssen aber auf uns schauen und wissen vom Hinspiel, wo immerhin ein Punkt geholt wurde, wie stark diese Truppe ist", sagt Pressewart Markus Jokiel. Spielertrainer Oliver Franke stellt Bestbesetzung.
Kann der TV Ratingen seine endlose Talfahrt stoppen? Die letzten fünf Spiele gingen alle verloren, teilweise überaus deutlich. Jetzt kommt der HC Wermelskirchen, der Drittletzte, an den Europaring, der beim Saisonstart den Ratingern eine Niederlage verpasst hat (27:25) und ihnen da schon verdeutlichte, dass es auch in dieser Spielzeit für oben nicht reicht. Die Grün-Weißen als Gastgeber sind Siebter. Verlieren sie erneut, kann es in Kürze ganz eng werden. Die Gäste sind auswärtsschwach, gewannen nur in Angermund. Der Turnverein hat Personalsorgen, obwohl endlich Daniel van den Berg wieder dabei ist. Denn Tristan Beckmann und Mathias Gloyna sind verletzt und fallen mit Sicherheit aus. Trainer Sven Esser: "Egal, es muss endlich wieder ein Sieg her."
Die SG Ratingen hat es in der Landesliga erstmals erwischt und Werden hat gezeigt, dass man einen Meistertitel nicht geschenkt bekommt. Nun geht es an die nahe Graf-Recke-Straße zur Fortuna, den alten Verein von Torwart Sven Maletzki. Der meint: "Wir sind immer noch enttäuscht, dass wir in Werden verloren haben. Aber jetzt müssen wieder zwei Punkte her." Die Fortuna, die ihre letzten drei Spiele alle verlor, ist Drittletzter und kämpft gegen den Abstieg. Beim Tabellenführer ist Rückraum-Shooter Bastian Schlierkamp wieder dabei.
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