Fußball: Debakel schmerzt Maik Franke
zuletzt aktualisiert: 30.01.2012Die beiden Ratinger Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Lintorf und SV Hösel hatten es mit starken Testspiel-Gegnern zu tun und bezogen deutliche Niederlagen.
FC Wülfrath – RW Lintorf 2:0 (1:0). Lintorfs Vereins-Boss Harry Frielingsdorf weilte nur in der ersten Hälfte beim Spiel. Dann zog es ihn zum Eishockey. Er war zu diesem Zeitpunkt, Wülfrath lag knapp vorne, sehr zufrieden: "Unsere Defensive steht gut. Sie lässt kaum etwas zu gegen diesen starken Gastgeber aus der Niederrhein-Liga." Er bedauerte es, dass der verletzte Pascal Ohlenmacher nicht dabei war: "Mit dem Ohle würden wir hier noch besser aussehen." Es fehlte zudem der verhinderte David Ziegler. Frielingsdorf freute sich auch über die Spielfreude von Rafet Zeka. Der Neuzugang, der nun endlich spielberechtigt ist, sorgte in Wülfrath für einigen Wirbel. Beim RWL hofft man, dass er den abgewanderten Kalloch (nach Mettmann zurück, aber in die Kreisliga B) mehr als nur ersetzen wird.
Jedenfalls führten die Gastgeber beim Wechsel durch Florian Grün 1:0 (22.). Erst kurz vor Schluss machte der Niederrhein-Ligist durch Martin Osei alles klar (85.). Im ersten Durchgang stand Daniel Krause im RWL-Tor, dann der im letzten Sommer von der Agon gekommene Michael Meier. Beide bekamen einiges zu tun. An den Gegentoren waren sie machtlos, sonst war ihre Leistung ordentlich. Das gilt zudem für die Abwehr-Strategen Stefan Kuckelkorn und Stefan Haferkamp.
Auch sie hatten viel Arbeit bei der optischen Überlegenheit, mit der Wülfrath operierte. Manager Daniel Ringel: "Ich bin zufrieden. Auch, weil über weite Phasen kein Unterschied zwischen den Mannschaften erkennbar war. Allerdings hatten wir kaum Torchancen. Dazu stand Wülfrath hinten einfach zu sicher." Nur Max Heckhoff und später Marcel Jondral konnten je einmal das Wülfrather Tor in Gefahr bringen.
SV Hösel – VfL Willich 1:7 (1:5). Eine herbe Heimpackung für die Höseler. Dessen Trainer Maik Franke war dann auch reichlich sauer: "So etwas darf einfach nicht passieren. Für solch eine Vorstellung kann es auch keine Ausreden geben. Wir müssen darüber reden. Das kann man so nicht einfach stehen lassen."
Willich ist in der Krefelder Bezirksliga Zweiter und hat gute Chancen, Meister zu werden. 67 Tore hat diese Truppe bisher geschossen. Hösel bekam das zu spüren. Dessen Geschäftsführer Wolfgang Schulte: "Den Angriffswirbel, den Willich hier aufgezogen hat, der verdient Beachtung. Das sind richtig gute Jungs." Nach acht Minuten lag der SV Hösel schon 0.3 zurück. Dreimal völlig ausgespielt. Franke dazu: "Es gab ja auch keine Gegenwehr. Zudem war unsere Passfolge katastrophal." Später, nach dem Wechsel, besserte sich das Spiel seiner Elf. Auch, weil Benny Sailer und Marc Rueber herein kamen. Beide sind nicht richtig fit, der Coach wollte ihnen keine 90 Minuten zumuten. Das Ehrentor zum 1:5 schoss Pierre Hubert nach Zuspiel von Sezer Orhan.
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