Tennis: „Es sieht düster aus“
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 25.01.2008Daniela Kalthoff, Mannschaftsführerin des Lintorfer TC, bringt es auf den Punkt: Sowohl bei ihr, als auch beim Ratinger TC, stehen die Chancen auf den Klassenerhalt schlecht. Einer von beiden steigt ab.
Diese Winterhallenrunde liegt den Ratinger Damen nicht. Die Chancen, die höchste deutsche Spielklasse, die Niederrheinliga, zu halten, stehen sowohl für den Lintorfer als auch den Ratinger TC schlecht. Einer von beiden wird in jedem Fall absteigen, vielleicht sogar beide, denn zwei Teams steigen ab.
Der LTC muss mindestens einen Punkt gegen Tabellenführer Bocholt holen, denn kommendes Wochenende haben die Damen um Mannschaftsführerin Daniela Kalthoff spielfrei, die Konkurrenz könnte dann vorbeiziehen. „Es wird schwer gegen Bocholt, da muss man sich nichts vormachen. Aber nichts ist unmöglich“, sagt Kalthoff, die aber auch weiß: „Es sieht düster aus. Falls wir absteigen, geht die Welt auch nicht unter. Das wäre halt doof und ist mir in elf Jahren beim LTC noch nicht passiert, aber wir hatten genug Chancen, mehr Punkte zu holen und haben es nicht gemacht.“ Hinzu kam Verletzungspech, Spitzenspielerin Franziska Etzel ist nicht fit, Jessica Homberg in Barcelona, Ina-Patricia Zimmermann kam nach ihrer schweren Knieverletzung noch gar nicht ins Spiel. „Das war echt alles bitter in dieser Saison. Wir haben ja nicht so den Riesenkader“, seufzt Kalthoff.
RTC erneut nicht in Bestbesetzung
Die schlechtesten Karten auf den Klassenerhalt hat das Schlusslicht, der Ratinger TC, mit nur einem Punkt auf dem Konto. Zwei Zähler mehr hat der Vorletzte, die Dinslakener TG, gegen die das Team von Trainer Oliver Selbach nun antreten muss. Der findet: „Die Chancen auf den Klassenerhalt gehen in Richtung 50 Prozent, weil wir es nicht mehr nur selber in der Hand haben. Aber die Chancen sind da und die Mädels wollen gewinnen.“
Sandra Spadzinski ist angeschlagen, musste Antibiotika nehmen. „Dafür könnte Kim Kilsdonk einspringen“, erklärt Sportwart Daniel Meier. In Bestbesetzung kann der RTC in keinem Fall spielen, da Elise Tamaela, die bei einem Einsatz Spitzenspielerin wäre, keine Zeit hat. Dennoch meint Meier: „Wenn wir gut was reißen und Lintorf nicht gegen Bocholt gewinnt, haben wir eine Chance. Ich bin optimistisch.“
Beste Karten haben hingegen die Herren des RTC, denn sie benötigen nur noch einen Punkt zum Klassenerhalt der ersten Verbandsliga. „Wenn wir den jetzt gegen den Vorletzten Hilden holen, können die schon nicht mehr vorbei und wir sind durch“, erklärt Meier.
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