Etzel macht Urlaub
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 15.12.2007Die Tennis-Niederrheinliga der Damen ist im Winter die höchste deutsche Spielklasse. Mit dem Lintorfer TC (LTC) und dem Ratinger TC (RTC) ist die Dumeklemmerstadt gleich mit zwei Teams darin vertreten.
Die Lintorferinnen stehen nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Moers 08 und empfangen nun Kellerkind Moers-Asberg. Allerdings muss der LTC auf Spitzenspielerin Franziska Etzel verzichten, die bei einer Freundin in Wien zwei Wochen Urlaub macht. Dennoch ist ein Sieg Pflicht. „Natürlich wollen wir gewinnen und weiter an der Spitze mitmischen“, sagt Mannschaftsführerin Daniela Kalthoff. Für Etzel rückt Johanna Hansen ins Team, Jessica Homberg wird hinter Kalthoff und Ina-Patricia Zimmermann die Position drei bekleiden. „Jessi kommt aber später, weil sie in der Uni noch etwas zu tun hat“, berichtet Kalthoff. Homberg studiert in Iserlohn und wird sich etwa anderthalb Stunden verspäten. „Das haben wir bei Moers aber angemeldet und war auch kein Problem“, erklärt die Mannschaftsführerin.
Der LTC steht zwar auf Rang zwei, hat aber ein Spiel mehr bestritten, als die Verfolger Bocholt und Rochusclub Düsseldorf. Beide könnten noch vorbei ziehen, aber da kommt der andere Ratinger Verein, der RTC ins Spiel. Denn die Mannschaft von Trainer Oliver Selbach, die ihre beiden bisherigen Spiele verlor und erst einen Punkt auf dem Konto hat, tritt eben beim Rochusclub an und steht unter Zugzwang. „Wenn wir als Ziel den Klassenerhalt verfolgen, was wir tun, dann müssen wir jede Chance nutzen, um zum Erfolg zu kommen. Und ob ein Erfolg beim Rochusclub schon ein Punkt oder ein Sieg ist, müssen wir sehen“, sagt Selbach, der darauf verweist, dass man nie wissen könne, wie die gegnerische Mannschaft auflaufe.
Momentan weiß der Coach aber noch nicht einmal, wie sein eigenes Team aufgestellt wird. Michaela Rütten ist noch krank, nimmt Tabletten. Linda Blumberg hatte schon vor der Saison gesagt, dass sie zu diesem Termin auf einer Familienfeier ist. „Es wird natürlich schwierig, das zu kompensieren“, meint Selbach, dem so die Nummern eins und zwei fehlen.
Holländerinnen in der Heimat
Die Holländerinnen Kim Kilsdonk und Elise Tamaela, die zur Not einspringen könnten, spielen gerade in ihrer Heimat Meisterschaften – nur falls eine von ihnen ausscheidet, könnte sie kurzfristig einspringen. Ansonsten stellt sich das Team von allein auf: Sabine Schneider, Sandra Spadzinski und Sabrina Kruchen sollen es richten. „Wir werden schon noch eine vierte Spielerin finden. Wir haben ja auch in der zweiten Mannschaft Mädels, die spielen können“, erklärt Selbach.
Sollte die Saison für den RTC weiter mit so viel Pech verlaufen, gibt es bald keine zwei Teams aus Ratingen mehr in der Niederrheinliga.
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