Galewskis Gala
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 14.05.2007Fußball-Verbandsligist Ratingen 04/19 besiegte den VfL Rhede mit 2:0.
Es war bereits der vierte Heimsieg in Folge und der sechste Sieg in den letzten sieben Spielen.Thomas Galewski setzte sich an der rechten Außenlinie durch und kreuzte Andreas Burghammer im Strafraum so, dass dieser die Wahl hatte: Laufen lassen und foulen und den Elfmeter in Kauf nehmen. Der Rheder Abwehrspieler ließ Galewski laufen, der bis zur Grundlinie ging und dann auf den einschussbereiten Suat Tokat auflegte. Das war mustergültig, das war schön, das war das verdiente 1:0. Dass es das Tor des Tages sein sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen.
Und es hätte eigentlich nicht das Tor des Tages sein dürfen, denn beide Mannschaften hatten ein halbes Dutzend guter Chancen. Erinnert sei nur an Gengo Setas Alleingang, der von Rhedes Torhüter Lars Swoboda in letzter Sekunde gestoppt wurde, an Hakan Yalcinkaya, der den Ball haarscharf per Kopf verpasste, an Andreas Kusels Kopfball, der völlig freistehend am Torhüter scheiterte oder an Kusels Schuss über das Tor, der der vergebenen Chance des Bochumers Gekas tags zuvor gegen Stuttgart ähnelte.
Aber auch die Gäste hatten gute Chancen, darunter zwei so genannte hundertprozentige. Die erste vereitelte Torhüter Thomas Scholz nach einer Viertelstunde mit einer Glanzparade nach einem kopfball von Torjäger Elsinghorst. Bei der zweiten war Scholz schon geschlagen, da ausgespielt, doch Daniel Schild rutschte das Herz in die Hose: Er zögerte zu lange und dann schoss er am Tor vorbei.
Der Sieg der Ratinger war unter dem Strich verdient, weil sie nicht nur gute Chancen hatten, sondern auch sehenswerte Kombinationen zeigten, die von den Zuschauern mit Applaus auf offener Szene honoriert wurden. Zum Beispiel, als Hakan Yalcinkaya im Mittelfeld den Ball gegen drei Gegner behauptete und dann mit Timo Marner einen doppelten Doppelpass spielte, dann aber am Keeper scheiterte.
Unrühmlich das Ende der Begegnung für Timo Marner, der in seinem letzten Heimspiel die gelb-rote Karte sah. Eine äußerst harte Entscheidung des Unparteiischen, der zweimal auf Abseits entschied. Und in beiden Fällen schoss Marner in Richtung Tor. Das ist natürlich verwarnungswürdig, insofern eine zwischen dem Pfiff und dem Schuss eine gewisse Zeit vergeht. Diese Spanne war zumindest im zweiten Fall äußerst gering. „Dass ist gefrustet war, gebe ich zu“, gestand der nach Wülfrath wechselnde Stürmer. „Aber es war zu hart.“
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