Tennis: Joker Max Belk stach
VON DOMINIC PEETERS - zuletzt aktualisiert: 23.02.2010Marcel Sanner, die Nummer eins des Lintorfer TC, durfte nach seiner Operation an der weichen Leiste im Endspiel um den Aufstieg in die 1. Verbandsliga gegen den TC Mülheim-Dümpten noch nicht wieder aufschlagen.
So standen die Lintorfer vor der Entscheidung: Sollte Sanner sein Spiel abschenken oder sollte er nicht antreten und alle anderen eine Position aufrücken? Sanner schenkte ab, doch gewonnen war damit noch nichts, denn nach den Einzeln stand es 2:2. Dominik Kaufhold und Marco Spitzlay hatten die beiden Zähler eingefahren.
Im ersten Doppel stellte Neuzugang Francois Brand, der sein Einzel verloren hatte, an der Seite von Marco Spitzlay seine Qualitäten als erstklassiger Doppelspieler unter Beweis. Die beiden siegten im Tiebreak nach hartem Kampf mit 7:5, 2:6, 7:6.
Jetzt schlug die Stunde von Maximilian Belk, der im zweiten Doppel einsprang und als Joker stach. An der Seite von Dominik Kaufhold kämpfte er sich bravourös ins Spiel. Und auch dieses Doppel gewannen die Lintorfer im Champions-Tiebreak mit 10:7.
Der Jubel im Lager des LTC war riesengroß. Zuerst wurde im Vlub gefeiert, dann ging es in die Düsseldorfer Altstadt. Im Sub stießen die Cracks bis 6.30 Uhr auf den Aufstieg an. "Wenn man einen Aufstieg nicht feiert, wann soll man denn dann feiern", fragte Maximilian Belk.
Natürlich war es das Saisonziel der Lintorfer gewesen, an der Spitze mitzumischen. Als es nun aber zum Endspiel gegen Mülheim kam und das Team ohne seinen Spitzenspieler auskommen musste, war es in der Rolle des Außenseiters. "Umso schöner, dass wir gewonnen haben", meint Maximilian Belk.
Es war natürlich auch ein Triumph der Taktik. Es erwies sich als genau richtig, Marcel Sanner sein Spiel abschenken zu lassen, denn so wurde zwei Einzel gewonnen, was ansonsten fraglich gewesen wäre. "Wären wir alle aufgerückt, hätten wir verloren", gesteht Belk. Und dass dann beide Doppel im Tiebreak gewonnen wurden, war das Tüpfelchen auf dem i. "Knapper hätte es nicht ausgehen können", sagt Maximilian Belk strahlend.
Der Abwärtstrend beim LTC ist gestoppt, der Club feiert sein Comeback in der 1. Verbandsliga. Und freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Nachbarn RTC Grün-Weiß. "Das ist doch schön", finden zumindest die Lintorfer.
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