Fußball: Kämpfen und kontern
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 29.02.2008Fußball-Verbandsligist Ratingen muss nach dem holprigen Start gegen Moers nun nach Bocholt.
Der ehemalige Zweitligist steckt tief im Abstiegskampf.Ausgerechnet die Abwehr stand nicht. Dabei war sie vor der Winterpause das Paradestück der Ratinger. Nur 13 Gegentore hatte es in 16 Begegnungen gegeben. Und ausgerechnet jetzt, da der Sprung auf Platz drei möglich war, präsentierte sie sich unzuverlässig. Zwei Gegentore daheim gegen das Schlusslicht Moers (2:2), das den schwächsten Sturm der Liga hat und zuvor nur elf Mal ins Schwarze traf – das war zu viel.
Woran lag es? Trainer Bernd Klotz verweist darauf, dass die Viererkette zerbrochen war. Frederik Hoffmann und Dennis Rossow fehlten verletzungsbedingt. Und Hoffmann wird auch am Sonntag in Bocholt nicht auflaufen können, wo sicherlich ein anderer Wind weht. Denn die Schwarz-Weißen vom Hüntig stehen mit dem Rücken zur Wand. Will der Traditionsverein nicht weiter durchgereicht werden, so muss der 1. FC gewinnen.
Bernd Klotz hofft darauf, dass Dennis Rossow wieder mitwirken kann. „Das wäre sehr wichtig für uns“, sagt der Coach. Nicht nur, weil Rossow in der Abwehr gut steht, sondern sicherlich auch, weil er die notwendige kämpferische Einstellung mitbringt, um dort zu bestehen.
Thomas Galewski hingegen wird wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Der Coach war mit dem Engagement des Mittelfeldspielers nicht zufrieden. Und Halbherzigkeit kann Klotz in Bocholt nicht brauchen. Deshalb überlegt der Fußballlehrer auch noch, ob er Daniel Rehag aufbieten soll, mit dessen Offensivleistung er sich inzwischen wieder angefreundet hat, bei dem er aber noch Defizite in der Rückwärtsbewegung ausgemacht hat. Ungewiss ist auch noch der Einsatz von André Schwartz, der über muskuläre Probleme klagt. Und Hakan Yalcinkaya wird nach seiner roten Karte auf jeden Fall fehlen.
Aufwärts zeigt der Trend bei Vural Müslim, der allerdings konditionell noch nicht ganz auf der Höhe ist. Wie übrigens auch die Bocholter, die gegen Viktoria Goch (1:1) nach einer stürmischen ersten Halbzeit stark abgebaut haben. „Da habe ich bei meiner Mannschaft keine Bedenken“, sagt Bernd Klotz, der großen Wert auf die Fitness legt. „Die Unterschiede in der Liga sind sehr gering. 95 Prozent reichen da einfach nicht.“
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