Eishockey: Kohl als Turm in der Schlacht
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Eishockey (RP). Die Ice Aliens verlieren gegen die Kassel Huskies mit 3:5 (0:1, 2:3, 1:1). Die Junioren Dennis Appelhans und Artur Tegkaev sowie Lance Monych treffen vor 344 Zuschauern für Ratingen.
Eigentlich ist es ein schöner, alter Brauch, dass, immer wenn das Prinzenpaar in die Eishalle kommt, die Aliens gewinnen. Mit dieser Tradition wurde gestern Abend gebrochen. Die Ratinger Mannschaft kämpfte zwar, war aber viel zu schwach, um den Sieg der Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Das hatte freilich auch niemand erwarten können, denn die Aliens raten mit einer Mischung aus letztem Aufgebot und Junioren an. Mit Dillmann, Gross, Priebsch, Kohmann, Hein, Firsanov und Aminikia fehlten gleich sieben Stammspieler. Das ist natürlich nicht zu kompensieren.
Wer aber gedacht hatte, die Aliens würden mit fliegenden Fahnen untergehen, sah sich im Anfangsdrittel getäuscht. Zwar vermochten es die Gastgeber nicht, aus einer zweiminütigen 5:3-Überzahl Kapital zu schlagen, aber sie lagen in der ersten Pause auch nur mit 0:1 zurück. Dabei hatten die Huskies es versäumt, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Chancen hatten sie wahrlich genug.
In der Pause war dann auf dem Eis richtig was los. Prinz Joachim I. und Ratingia Michaela I. mit Gefolge standen einer nahezu ebenso kleinen Schar von Fans auf den Rängen gegenüber und schmetterten ihnen ihr "Helau" entgegen. Derweil zeigte Kinderprinz Niclas II., das er Schlittschuh laufen und mit dem Schläger umgehen kann, während Michaela I. staunend daneben stand.
Als die Kasseler auf 2:0 erhöhten, glaubten viele, die Partie nehme nun den erwarteten Verlauf, doch die Aliens schlugen prompt zurück. Juniorenspieler Dennis Appelhans verkürzte auf 1:2 sehr zur Freude der Fans, die dieses Lebenszeichen dankbar bejubelten. So blieb die Partie zwar weiter einseitig, aber doch spannend. Die Gäste benötigten ein Überzahlspiel, um den beruhigenden Zwei-Tore-vorsprung wieder herzustellen. Nicht so, nach dem 2:3 durch Tegkaev. Da zeigte sich der (Klassen-)Unterschied, der sich nicht im Ergebnis niederschlug. Nur zehn Sekunden später stellten die Huskies nämlich den alten Abstand wieder her.
Kein Vorwurf an die Aliens. Die Mannschaft kämpfte und gab ihr Bestes. Und dank Torhüter Dennis Kohl, der weit mehr als ein Dutzend guter Chancen vereitelte, blieb die Begegnung zumindest vom Resultat her offen und spannend. Die wenigen Fans dankten mit herzlichem Applaus.
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