Fußball: Rossow angeschlagen
VON GEORG AMEND UND KARL RITTER - zuletzt aktualisiert: 04.05.2007Beim Nachbarschaftsderby gegen den VfB Hilden hofft Ratingen 04/19 auf viele Zuschauer
und darauf, dass Abwehrstratege Dennis Rossow spielen kann. Trainer Bernd findet Klotz: „Es geht ums Prestige.“Wenn bei Ratingen 04/19 der Name VfB Hilden erklkingt, dann tauchen zugleich große Erinnerungen auf. An große Schlachten, früher, in den sechziger und siebziger Jahren, zu den unvergessbaren Landesligazeiten. Und an vierstellige Zuschauerzahlen, die dann die Regel waren.
Am Sonntag wird das kaum der Fall sein, obwohl beide Teams mittlerweile in der Verbandsliga beheimatet sind. Denn die Zuschauerzahlen bei Heimspielen sprachen in dieser Saison nicht für sich, zumal 04/19 in der Hinrunde auch nur ein einziger Heimsieg gelang. Doch die Hoffnung auf hohe Zuschauerzahlen gibt Trainer Bernd Klotz nicht auf: „Gegen Hilden ist es ein Nachbarschaftsduell. Das wird pfefferig und ich hoffe, dass dadurch auch ein paar Zuschauer mehr als sonst kommen.“
Der ehemalige Profi will nichts von den Überlegungen hören, dass es für den Tabellensiebten 04/19 nur noch um einen guten Saisonabschluss, also Platz vier oder fünf gehe: „Natürlich geht es um was. Erstmal ums Prestige, aber vor allem ist Sport immer Wettkampf und das heißt siegen oder verlieren. Und freiwillig verlieren will keiner. Darum geht es beim Spiel gegen Hilden um mehr, auch wenn wir nicht mehr auf- oder absteigen können.“
Auch Manager Stefan Baur misst der Partie gegen Hilden eine große Bedeutung zu: „Wir müssen an unsere Fans und Sponsoren denken, denen wir das einfach schuldig sind.“ Baur hatte den Hildenern angeboten, dieses Nachbarderby auf den heutigen Freitag vorzuziehen. Die Gäste lehnten das ab, denn für sie ist diese Partie noch sehr wichtig, da der VfB noch nicht ganz gerettet ist. Platz zehn, das hört sich ordentlich und sicher an, aber es sind nur sechs Punkte Vorsprung bis zum Keller. Bei einem Sieg im Ratinger Stadion wäre die Elf von Trainer Peter Waldinger endgültig durch. Bei einer Vorverlegung, so Hildens Sorgen, hätte die Abstiegskonkurrenz gewisse Vorteile, könnte dann auf Resultat spielen.
Die RSV-Cracks sollte das nicht stören. Klotz: „Hilden hat eine starke Rückrunde gespielt und sich dadurch selbst aus dem Gefahrenbereich befreit, obwohl sie noch nicht ganz gerettet sind. Wir sind auf einen Gegner eingestellt, der alles geben wird.“ Mit Jens Stieghorst, dem Vorstandsmitglied, führte er intensive Gespräche über eine Vertragsverlängerung. Es deutet eigentlich alles darauf hin, dass der Ex-Profi im Amt bleibt. Die beiden sind es auch, die die neue Mannschaft zusammenstellen.
Bei der aktuellen fallen die Langzeitverletzten Gino Marotta, Jörn Benzinger und Matthias Schneiders aus, zudem ist der Einsatz von Dennis Rossow fraglich. „Er hat einen Infekt, konnte zwei Tage nicht arbeiten und fehlte auch beim Training“, sagt Klotz. Ansonsten sind alle an Bord. Fehlen nur noch viele Zuschauer.
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