Schneider fordert Feuer
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 07.04.2007Fußball-Verbandsligist Ratingen 04/19 kann nicht Alltägliches erreichen – sechs Punkte in 47 Stunden.
Heute geht es nach Hönnepel-Niedermörmter, Ostermontag kommt Cronenberg.Die Konstellation ist klar: Die beiden Spiele entscheiden zwischen Himmel und Hölle. Heute (16 Uhr) tritt der Tabellenzwölfte Ratingen (23 Punkte) beim Elften SV Hönnepel-Niedermörmter (24) an, übermorgen kommt der Zehnte Cronenberg (25). Die Chance: Der Sprung ins Mittelfeld. Die Gefahr: Der Sturz ans Tabellenende. Jetzt sind Kerle gefragt, nicht länger verwöhnte Wohlstandsjünglinge.
Selbst der ansonsten eher zurückhaltende Vorsitzende Heinz Schneider hat vor der Doppelschicht klare Worte gefunden: „Es muss jetzt endlich Schluss sein mit dem Beamtenfußball. Ich verlange von den Spielern mehr Leidenschaft, mehr Feuer. Man muss endlich merken, dass sie geil sind auf den Sieg.“
Und auch Bernd Klotz ist in den vergangenen Tagen etwas mehr aus sich heraus gegangen und hat den Spielern klar gesagt, was er erwartet. Ungewohnt kritisch hat er sie beim Training beobachtet und sie deutlich auf ihre Fehler und ihr zu passives Verhalten hingewiesen. Ob das reicht, um die Schlafmützen wachzurütteln?
Selbst Helmut Steigerwald, der stets ein offenes Ohr und ein großes Herz für die Spieler hat, war in den vergangenen Tagen verstimmt. Die Vertragsgespräche hat er auf Eis gelegt. „Die Spieler können bleiben, wenn sie den Klassenerhalt erreichen“, sagt er. „Aber wir müssen jetzt nicht über Details sprechen, sondern nur über die nächsten Aufgaben und wie die notwendigen Punkte eingefahren werden können.“ Der Umgang des Vorstands mit der Mannschaft ist also weiterhin von viel Wohlwollen geprägt und steht eigentlich in keinem Verhältnis zu den nicht gezeigten Leistungen der Akteure.
Was die personelle Situation betrifft, so ist die Zeit der Ausreden auch endlich vorbei. Suat Tokat und Andreas Kusel sind wieder eine Woche weiter, Hakan Yalcinkaya ist am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen. Lediglich hinter dem Einsatz von Thomas Galewski steht noch ein Fragezeichen. Ob er denn am Ostermontag spielen kann? „Das Spiel am Ostermontag interessiert mich jetzt überhaupt nicht“, sagt Bernd Klotz barsch. „Das ist frühestens am Samstag ab 18 Uhr ein Thema. Aber wenn er heute nicht spielen kann, dann auch am Montag nicht.“
Was erwartet Klotz? „Die Mannschaft hat nach den englischen Wochen regeneriert und ist im Vollbesitz ihrer Kräfte. Sie muss konzentrierter, zweikampfstärker zur Sache gehen.“ Abstiegskampf.
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