Tennis: Spadzinski gefordert
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 08.02.2008Einen Punkt muss der RTC holen, um die Niederrheinliga zu halten. Dann steigt der LTC ab.
Es ist ein echtes Endspiel für die Damen des Ratinger TC in der Niederrheinliga: An diesem letzten Spieltag müssen sie mindestens einen Punkt holen, ansonsten sind sie aus der höchsten deutschen Winter-Liga abgestiegen. Eine 2:4-Niederlage beim Tabellendritten TC Sportpark Moers-Asberg würde reichen, denn auch dafür gibt es einen Punkt. Vier Zähler haben die Grün-Weißen auf ihrem Konto, ebenso viele hat der Lintorfer TC – und sollten die Ratingerinnen nun einen Punkt holen, würden sie den Lokalrivalen zum Abstieg verdammen, denn der spielfreie LTC kann nur zuschauen.
Meier mit wenig Mitleid für LTC
Als Sponsorenbeauftragter und Sportwart arbeitet Daniel Meier für den RTC und obwohl er betont, dass es ihm ja nichts bringe, wenn die Lintorfer absteigen, kennt er wenig Mitleid: „ Wenn bei denen alle spielen, ist das sicher eine der besten Mannschaften der Liga. Aber wenn du nur vier gute Leuten meldest, musst du damit rechnen, dass mal eine ausfällt. Verletzungspech hatten wir ja auch am Anfang der Saison, aber die Lintorfer hatten nichts in der Hinterhand. So sind sie selbst Schuld und vielleicht bringt sie das zum Umdenken.“
Vor allem will Meier sich aber auf den Erfolg mit dem RTC konzentrieren und so versuchte er, zum Endspiel noch einige starke ausländische Spielerinnen zu holen – mit wenig Erfolg: „Elise Tamaela ist in Holland unterwegs, Ekaterina Dzehalevich auf einem Turnier, Kim Kilsdonk und Danielle Harmsen in Portugal. Wir versuchen noch, Pauline Wong zu holen, aber die spielt ein WTA-Turnier in Antwerpen. Wenn sie käme, sähe das sicher gut aus, denn sie spielt immerhin Fed-Cup für Holland und ist bestimmt so gut wie Elise. Aber zunächst sind die deutschen Mädels auf sich allein gestellt.“
Warum auch nicht, denn schließlich siegten sie vor zwei Wochen mit 5:1 gegen das Schlusslicht Dinslaken und sorgten so erst für diese letzte Chance. Überzeugend agierte dabei Michaela Rütten als Spitzenspielerin, doch obwohl Meier hofft, dass sie ihren ersten Saisonsieg bestätigen kann, meint er: „Die Position, wo bei uns einer gewinnen muss, ist die vier. Da hat Sandra Spadzinski ja auch die letzten Male sehr souverän gespielt. Dort haben wir die besten Chancen auf den Einzelpunkt. Und einen Punkt im Doppel holen wir bestimmt.“ Denn Spadzinski ist auch in dieser Disziplin top. „Sie hat da in den letzten zwei Jahren große Fortschritte gemacht und das bis jetzt auch immer unter Beweis gestellt“, lobt ihr Trainer Oliver Selbach, dem aber völlig egal ist, wer die beiden notwendigen Punkte in diesem Endspiel holt.
Dennoch ist Spadzinski gefordert – sie kann das Zünglein an der Waage für den RTC sein.
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