Eishockey: Vereinsinteresse vor Einzelinteresse
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 30.01.2012Krüger kürzt die Gehälter, Nierhaus verspricht volle Gehälter, Adam kürzt. Die Spieler fühlen sich belogen. Von wem? Sie haben dem geglaubt, der ihnen alles versprach. Das war ein Fehler. Ohne die Causa Nierhaus wären alle besser gefahren: Die Spieler hätten den Kürzungen zustimmen oder den Verein zum Jahresende wechseln können. Geblieben wären die Willigen, die an einem Strang gezogen hätten. Und der Verein hätte über 20 000 Euro sparen können.
Dass die Spieler, vor allem jene, die gehen wollten und nicht durften, die Entwicklung nicht gut finden, ist verständlich. Das Handeln des Vereins ebenfalls. Der Vorstand ist dem Gesamtverein verpflichtet und muss sparen. Er hätte damit viel früher beginnen müssen, zum Beispiel durch Abzüge bei ungenügender Trainingsbeteiligung, wie es im Fußball vorgemacht wird.
Dass die Spieler im März nicht mehr oder nur kurzzeitig aktiv sind, haben sie sich auch selbst zuzuschreiben – ihre Leistungen sind nicht ausreichend. Und sie werden es auch in dieser Saison nicht mehr sein, egal, wie viel bezahlt wird.
Übrigens, die meisten Spieler interessiert überhaupt nicht der Verein, sondern nur die Kohle. Entsprechend müssen die Verträge künftig gestaltet werden.
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