kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Rational entscheiden: Bonus futsch, was nun?

zuletzt aktualisiert: 25.11.2011

Ärgerlich für Anleger: Kurse fallen tief; bei Bonuszertifikaten tritt das sogenannte "Schwellenereignis" ein. Doch es gibt auch dann noch Chancen.

In Scherben ging so manche Anlegerhoffnung während der Krise – einige Zertifikate verloren ihre Bonuschance.  Foto:  istockphoto.com
In Scherben ging so manche Anlegerhoffnung während der Krise – einige Zertifikate verloren ihre Bonuschance. Foto: istockphoto.com

(mah) Die hohen Aktienmarktschwankungen der vergangenen Monate haben dazu geführt, dass bei einer ganzen Reihe klassischer Bonus- und Bonus Cap-Zertifikate die Barrieren verletzt wurden. Die Chance auf eine attraktive Bonusverzinsung, die der Anleger beim Kauf als Gegenleistung für den Verzicht auf Dividenden und/oder ein entsprechendes Aufgeld auf den Basiswert erhalten hat, ist damit ein für alle Mal verloren. Die ursprünglich verfolgte Investmentidee ist somit nicht aufgegangen.

Deshalb aber wie Vogel Strauß den Kopf in den Sand zu stecken und die entsprechenden Papiere bis zu ihrer Ausbuchung aus dem Depot bei Fälligkeit einfach zu ignorieren, ist in jedem Fall keine sinnvolle Lösung. Vielmehr sollte die Enttäuschung über die entstandenen Kursverluste möglichst bald wieder rationalen Überlegungen Platz machen, wie Heiko Weyand von HSBC Trinkaus empfiehlt.

Dabei sind grundsätzlich zwei Vorgehensweisen denkbar: Der Verkauf und das bewusste Halten des Derivats. "Durch einen Verkauf eröffnen sich dem Anleger neue Handlungsspielräume", erklärt Weyand. "Schließlich kann das auf diese Weise frei gewordene Kapital wieder investiert werden. Der Anleger bekommt damit eine neue Chance, Renditen zu erwirtschaften – ganz gleich in welcher Anlageform." Zudem erhält er sich die Möglichkeit, seine Risiken aktiv zu streuen, indem er beispielsweise in risikoärmere Wertpapiere investiert.

Dabei kann es sich durchaus auch um ein weiteres Bonus-Zertifikat, nur eben mit deutlich niedrigerer Barriere, aber auch jede andere Spar- und Anlageform handeln. Alternativ kann sich der Zertifikatebesitzer natürlich auch dafür entscheiden, von einem Verkauf abzusehen.

Diese Strategie erscheint insbesondere dann sinnvoll, wenn er damit rechnet, dass sich der Basiswert in der noch verbleibenden Restlaufzeit des Zertifikats deutlich erholt. In diesem Fall erspart er sich zumindest die bei einem Verkauf anfallenden Transaktionskosten.

"Ob sich der Besitzer eines Bonuspapiers mit deaktiviertem Bonus-Mechanismus für einen Verkauf oder den Verbleib im Depot entscheidet, wird letztendlich von der individuellen Marktmeinung sowie der Risikoneigung des Investors abhängen", sagt Weyand. "Eine eindeutige Empfehlung gibt es nicht, außer vielleicht der, sich bei einem Barrierebruch mit der Frage Verkaufen oder Halten bewusst auseinanderzusetzen."

Quelle: RPS