NRW: 1800 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
zuletzt aktualisiert: 21.01.2008 - 17:08Die Ausbildungssituaiton in Nordrhein-Westfalen ist so gut wie lange nicht mehr. Im laufenden Ausbildungsjahr wurden so viele Ausbildungsverträge abgeschlossen wie seit 1991 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge um rund 14 Prozent auf 132.000 gestiegen, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf.
Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit erhöhte sich vor allem die Ausbildungsleistung im Handwerk. Dort wurden 36.360 Ausbildungsverträge abgeschlossen und damit 17,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Für die rund 1800 Jugendliche, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, kündigte Laumann weitere Hilfen an. So will das Arbeitsministerium in einem Sonderprogramm 500 weitere Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Dabei sollen Bildungsträger dreijährige Ausbildungen bis zur Kammerprüfung gewährleisten. Zudem sollen sie den jungen Menschen mehrere mehrmonatige Betriebspraktika ermöglichen.
Darüber hinaus stellt das Schulministerium laut Laumann weitere 250 vollzeitschulische Ausbildungsplätze bereit. Für die übrigen Bewerber sollen sogenannte EQJ-Plätze geschaffen werden. Durch diese Langzeitpraktika sollen die Jugendlichen besser auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
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