Bilanz des Blitz-Marathons in NRW: 250 Rasern droht ein Fahrverbot
zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 - 14:51Düsseldorf (RPO). Der Blitz-Marathon in NRW endete für einige Autofahrer mit deutlichen Bußgeldern - oder dem Verlust des Führerscheins. Die Polizei kontrollierte landesweit rund 456.000 Verkehrsteilnehmer, von denen trotz der Ankündigung 17.169 zu schnell fuhren.
Innenminister Ralf Jäger (SPD) zog eine positive Bilanz des ersten landesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathons. „Die Autofahrer sind verantwortungsbewusster gefahren. Mit der Aktion ist es gelungen, vielen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist. Es ist auch klar geworden, dass es der NRW-Polizei um weniger Tote im Straßenverkehr geht und nicht um mehr Knöllchen“, erklärte Jäger am Samstag in Düsseldorf. Bereits am Freitag kündigte er gegenüber unserer Redaktion an, den den Blitz-Marathon im kommenden Frühjahr und Herbst zu wiederholen.
Insgesamt waren 250 Autofahrer so schnell, dass ihnen ein Fahrverbot droht, acht von ihnen mussten den Führerschein an Ort und Stelle abgeben, meldet das Ministerium. 31 Autofahrer waren alkoholisiert oder standen unter Drogeneinfluss. 307 hatten sich nicht angegurtet.
Auf dem Weg zum Karneval geblitzt
Der schnellste Raser wurde innerorts mit 103 statt der erlaubten 50 km/h in Hennef im Rhein-Sieg-Kreis gemessen. Dabei handelte es sich um 23-jährigen Kölner auf dem Weg zu einer Karnevalssitzung. Ihm dürfte der Spaß vorläufig vergangen sein, denn er muss mit einem Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Monaten Fahrverbot sowie vier Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg rechnen.
Im 70er Bereich der B 55 im Kreis Gütersloh war der schlimmste Raser mit 148 Kilometern unterwegs. Das ist eine Überschreitung um mehr als das Doppelte. Auch diesem Raser droht ein Bußgeld von mindestens 600 Euro verbunden mit einem dreimonatigen Fahrverbot und vier Punkten.
Unbelehrbar war eine Lünenerin, an der B 236 gleich zwei Mal, nämlich am Vormittag und am Nachmittag an derselben Kontrollstelle geblitzt wurde. Dabei wurde jeweils ein Verwarnungsgeld fällig.
Insgesamt beteiligten sich fast 3.000 Polizistinnen und Polizisten an der Aktion. An 1.400 Messstellen im Land setzte die Polizei rund 120 Radar- und 670 Lasergeräte ein.
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