CO-Pipeline: Bayer und Land NRW unterzeichnen Vertrag
zuletzt aktualisiert: 07.04.2009 - 16:42Der Bayer-Konzern und das Land Nordrhein-Westfalen haben einen Vertrag zur umstrittenen Kohlenmonoxid-Pipeline abgeschlossen. Darin geht das Unternehmen eine Reihe von Verpflichtungen ein, wie Bayer am Dienstag mitteilte. Die 67 Kilometer lange Rohrleitung sei zu 99 Prozent fertiggestellt. Die Inbetriebnahme hänge vor allem vom Verlauf der noch laufenden gerichtlichen Verfahren ab. Im Mai entscheidet das Verwaltungsgericht Düsseldorf in dem Fall.
In dem öffentlich-rechtlichen Vertrag verpflichtet sich Bayer MaterialScience unter anderem, die Rohrfernleitung für den Transport von Kohlenmonoxid (CO) zu errichten und dauerhaft zu betreiben. Im Zusammenhang mit der Schaffung einer Verbundstruktur der Chemieindustrie in NRW hat das Unternehmen außerdem Investitionen von insgesamt 200 Millionen Euro innerhalb der kommenden fünf Jahre zugesagt. Auch Umweltstandards wurden zugesagt.
Die geplante CO-Pipeline zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen soll eine Länge von 67 Kilometern haben. Die Pipeline verläuft durch den Bundestagswahlkreis von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), der sich mehrfach kritisch zu dem Projekt geäußert hatte.
Kohlenmonoxid wird an diesen Standorten seit Jahrzehnten bei der Produktion hochwertiger Kunststoffe, die etwa im Automobilbau (Innenverkleidung) zum Einsatz kommen, verarbeitet. Der Landtag hatte das für den Bau der CO-Pipeline erforderliche Gesetz im März 2006 einstimmig beschlossen. Bürger protestieren seit Monaten aus Angst vor Gasunfällen gegen das Großprojekt von Bayer.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
