Jahrestag des Amoklaufs von Emsdetten: "Besondere Sensibilität" an NRW-Schulen
zuletzt aktualisiert: 21.11.2007 - 10:29Die nordrhein-westfälische Polizei hat nach eigenen Angaben am Jahrestag des Amoklaufs von Emsdetten keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen an den Schulen des Landes eingeleitet. Dennoch gebe es "natürlich eine besondere Sensibilität", sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums am Dienstag auf ddp-Anfrage. Es lägen aber "keine Hinweise" auf geplante Gewalttaten vor. "Wir fördern an den Schulen eine Kultur des Hinsehens und der Wachsamkeit", sagte der Ministeriumssprecher.
Vor einem Jahr, am 20. November 2006, war ein 18-jähriger ehemaliger Schüler maskiert in seine frühere Schule in Emsdetten eingedrungen und hatte wild um sich geschossen. Durch die Schüsse und Rauchbomben wurden insgesamt 37 Personen verletzt, darunter Schüler, eine Lehrerin, Polizeibeamte und der Hausmeister. Der Amokläufer erschoss sich anschließend in einem der Klassenzimmer.
Am Wochenende war bekannt geworden, dass zwei 17 und 18 Jahre alte Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums in Köln für den heutigen Dienstag ein Blutbad in ihrer Schule geplant hatten. Die beiden waren jedoch nach Erkenntnissen der Ermittler von ihrem Vorhaben schon vor Wochen wieder abgerückt. Der 17-Jährige hatte nach einer Vernehmung bei der Polizei Selbstmord begangen, indem er sich vor eine Straßenbahn warf.
Am Dienstag wurde zudem ein Gymnasium in Kaarst (Rhein-Kreis Neuss) geschlossen, weil es vage Hinweise auf einen möglichen Amoklauf gab.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
