Unwetter in der Region: Blitzeinschlag spaltet Schornstein
VON URS LAMM UND SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 23.07.2009 - 13:11In einigen Bereichen der Region hat auch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wieder ein heftiges Unwetter gewütet. In Düsseldorf schlugen Blitze in Wohnhäuser ein. Eine Frau musste mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Auf der Karl-Schurz-Straße in Düsseldorf-Bilk kam es gleich zu zwei Blitzeinschlägen innerhalb von zwei Stunden. In einem Mehrfamilienhaus kam es deshalb zu einem Kellerbrand. Ein Sicherungskasten hatte dort Feuer gefangen. Der Qualm drang bis ins Treppenhaus vor. Die Feuerwehr rettete fünf Bewohner.
Eine Frau kam mit schweren Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro.
Bei einem weiteren Blitzeinschlag in ein Wohnhaus auf der gleichen Straße wurde ein Kamin getroffen. Folge: Der Schornstein spaltete sich in zwei Teile. Dabei enstand ein Sachschaden von rund 8.000 Euro.
Eine große Wasserlache bildete sich unter der Unterführung an der Danziger Straße zur Niederrheinstraße in Stockum. Um 2.48 Uhr war die Senke nicht mehr befahrbar. Die vorhandene Pumpstation lief auch voll Wasser und fiel aus.
90.000 Liter Regenwasser wurden mit zwei Tauchpumpen von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth und der Feuerwache Münsterstraße entfernt. Die Fahrbahn musste rund eine Stunde gesperrt werden.
In Ratingen brannte infolge eines Bltzeinschlages ein Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses an der Industriestraße. Zu einem offenen Feuer kam es nicht. Einige technische Geräte wurden beschädigt. Verletzte gab es nicht.
Auch in Moers wütete in der vergangenen Nacht das Unwetter. Heftige Gewitter mit starken Niederschlägen und Sturmböen führten zu insgesamt 24 Einsätzen der Feuerwehr. Schwerpunkt der Einsätze lag im nördlichen und westlichen des Stadtgebietes.
Aus zahlreichen Kellern musste das Wasser gepumpt werden. Zudem stürzten Bäume um und Äste brachen ab. Dabei wurden insgesamt sieben Pkw und ein Schaukasten beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von rund 29.000 Euro.
Parallel dazu wurde in einem Betrieb im Gewerbegebiet Hülsdonk Alarm ausgelöst, was sich aber nach kurzer Zeit als Fehlalarm herausstellte.
Mehr als 70 Unwetter-Einsätze in Duisburg
Gegen 23.20 Uhr erreichte in Duisburg eine heftige Gewitterrfront den Stadtteil Walsum und die nördlichen Teile von Hamborn und Marxloh. Besonders stark betroffen vom Unwetter war Wehofen. Dort wurden mehrere Häuser und parkende Pkw von umgestürzten Bäumen schwer beschädigt, heißt es in einer Mitteilung der Duisburger Feuerwehr.
Neben den Sturmschäden mussten nach dem Unwetter auch acht Keller im Stadtgebiet, die mit Wasser vollgelaufen waren, leer gepumpt werden. Personen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden.
Die Feuerwehr musste insgesamt an mehr als 70 Einsatzstellen technische Hilfe zu leisten. Dabei waren etwa 40 Berufs- und 90 freiwillige Feuerwehrleute mit 30 Löschfahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden sie zudem noch vom Technischen Hilfswerk (THW) mit 25 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen. Erst in den frühen Morgenstunden entspannte sich die Lage.
Bahnstrecke wieder voll befahrbar
Nach Angaben der Deutschen Bahn ist die nach Unwettern vorübergehend gesperrte Bahnstrecke zwischen Geilenkirchen und Rheydt mittlerweile wieder voll befahrbar. Die Strecke sei am Donnerstagmorgen wieder in beiden Richtungen für den Zugverkehr geöffnet worden, hieß es.
Ruhig blieb es dagegen im gesamten Kreis Kleve. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitteilte, war in der vergangenen Nacht im Kreisgebiet kein Unwetter-Einsatz zu verzeichnen.
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