CO2 einsparen: CDU-Ministerin will mehr Windkraft in NRW
zuletzt aktualisiert: 02.05.2008 - 11:10CO2 einsparen (RPO). NRW will bis 2020 im Vergleich zu 2005 rund 31 Prozent Kohlendioxid (CO2) einsparen. Mit diesem ehrgeizigen Ziel liege das Land deutlich über den Plänen des Bundes, der den CO2-Ausstoß um 20 Prozent reduzieren wolle, sagte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) bei der Vorstellung der „Energie- und Klimaschutzstrategie“.
So sollen Kraftwerksanlagen umgerüstet und mehr erneuerbare Energie eingesetzt werden. Bei der Windkraft gebe es noch Entwicklungspotenzial. Thoben denkt dabei an den Ersatz mehrerer Altanlagen durch weniger, aber leistungsfähigere neue Windräder (so genanntes Repowering). Den Kommunen bleibe es aber freigestellt, eine Obergrenze für die Höhe der Windanlagen festzulegen. Das Land werde dafür keine Vorgaben machen.
Nach Ansicht von Reiner Priggen (Grüne) bleibt NRW bei der Windkraft weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die meisten Anlagen seien veraltet, kaum mehr als 100 Meter hoch und lieferten nur einen Teil dessen an Energie, was moderne höhere Anlagen erreichten. Das von Thoben favorisierte „Repowering“ finde in NRW so gut wie nicht statt, kritisierte auch Norbert Römer (SPD). 2006 sei lediglich eine Anlage ersetzt worden. Außerdem mache die Regierung keine Angaben dazu, wie sie ihre Einsparziele erreichen wolle. „Das Ganze ist eine Ansammlung von Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen“, so Römer. Er warf der Stromwirtschaft vor, sich nicht an die Zusagen zu halten, alte Kraftwerksblöcke durch neue Anlagen zu ersetzen.
Der Umweltschutzbund NABU hält den im Konzept des Landes vorgesehenen Ausbau der Kraft-Wärme-Koppelung für unzureichend. Thoben wiederum bekräftigte, dass zu einem Energie-Mix auch die Kernkraft zähle. Es sei daher falsch, die Meiler abzuschalten.
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