Düsseldorf: CO-Pipeline ab Montag vor Gericht
VON JÖRG JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 23.05.2011 - 08:24Düsseldorf (RPO). Vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht startet am Montag der mit Spannung erwartete Prozess um die umstrittene Kohlenmonoxid(CO)-Pipeline des Bayer-Konzerns. F
ünf Prozesstage hat das Gericht für die öffentliche Verhandlung zweier privater Klagen angesetzt. Beide richten sich gegen die Bezirksregierung Düsseldorf als Genehmigungsbehörde. Bayer Material Science (BMS) gilt als Prozessbeteiligter, der zu technischen und rechtlichen Fragen gehört werden soll. Nach Angaben von Kläger-Anwalt Dr. Jochen Heide prüft das Gericht in dem Hauptsache-Verfahren, ob die 2007 erteilte Genehmigung zum Bau der verlegten, bislang nicht in Betrieb genommenen Gasröhre, der so genannte Planfeststellungsbeschluss, und seine zahlreichen Änderungen rechtens sind.
Zur besseren Klärung der anstehenden Fragen hat das Gericht neue Gutachten zur Erdbebensicherheit und zur Materialbeschaffenheit der Rohre angefordert. Zahlreiche Bürger und Kommunen entlang der 67 Kilometer langen Trasse, die die Bayer-Standorte Dormagen und Uerdingen miteinander verbindet, hoffen auf ein die Inbetriebnahme der Leitung auch weiterhin untersagendes Urteil.
Bayer zeigte sich vorab zuversichtlich: "Wir sind mit einer Handvoll Mitarbeitern vor Ort, unter ihnen Pipeline-Projektleiter Werner Breuer", sagt Unternehmenssprecher Jochen Klüner. Die Pipeline sei sicher. "Wir sind zuversichtlich, dass alle offenen Fragen beantwortet werden können und das Sicherheitskonzept der Pipeline bestätigt wird."
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