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Duisburg Kulisse für Zweiteiler: Furtwängler dreht in Bruckhausen

VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 17.12.2009 - 16:19

In Duisburg laufen derzeit noch immer die Dreharbeiten für einen ZDF-Zweiteiler mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle. Am Donnerstag ist im Arbeiterviertel Bruckhausen in einer alten Villa gedreht worden.

Foto: Andreas Probst

Vor einer roten Backsteinvilla an der Kronstraße im Duisburger Arbeiterviertel Bruckhausen stehen zwei riesige Scheinwerfer. Kabeltrommeln, Requisiten und Kameras werden hektisch von einem Filmteam in das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das bald abgerissen werden soll, getragen. Schauspielerin Maria Furtwängler steht mit einem weiß-blauen Halstuch, einer alten schwarzen Strickjacke und einer für sie viel zu großen grauen Schlaghose im Inneren der historischen Villa vor einem Kinderwagen. Der Aufnahmeleiter ruft „Action”. Die Klappe fällt.

Das ZDF dreht derzeit in Duisburg einen rund acht Millionen Euro teuren historischen Zweiteiler mit Maria Furtwängler, die in der ARD-Krimi-Reihe „Tatort” Kommissarin Charlotte Lindholm darstellt und  mit dem Verleger Hubert Burda verheiratet ist, in der Hauptrolle. Der Film, der den Arbeitstitel „Vom Glück nur ein Schatten” trägt und eine wahre Geschichte erzählt, soll im Herbst nächten Jahres im Fernsehen ausgestrahlt werden. „Vom Glück nur ein Schatten” ist eine bewegende Liebes- und Familiengeschichte einer starken Frau (Ursula Heye), die sich mit ihren Kindern durch den Krieg und die harten Nachkriegsjahre kämpft.

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Die Schauspieler

In weiteren Rollen sind zu sehen: Dorka Gryllus, Günther Maria Halmer, Nicole Marischka, Wanja Mues, Petra Kelling, Merab Ninidze und Peter Prager. Wann genau der Zweiteiler im Fernsehen zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Irgendwann im Herbst kommenden Jahres, heißt es.

Die gleichnamige Buchvorlage zum Film lieferte Uwe Karsten Heye, der Sohn von Ursula Heye. Wir sehen: Ursula Heye (gespielt von Maria Furtwängler), eine junge, fröhliche, unverheiratete Frau, die sich in einem Berliner Hinterhof-Cabarets in der Nazi-Zeit in den späten 30er Jahren in einen Sänger verliebt ­- die Liebe ihres Leben. Dann der Schock: Ihr Mann ist tot, gefallen an der Front. Zeit zum Trauern bleibt ihr nicht. Sie und ihre Kinder flüchten vor der anrückenden Roten Armee aus Danzig, landen in Rostock, überleben den Krieg. Der Kalte Krieg beginnt, die Bundesrepublik wird gegründet, dann die DDR. Ursula Heye will in den Westen fliehen, wo sie Ende der 50er Jahre ihrem totgeglaubten Mann in einer Stuttgarter Vorstadtsiedlung wieder gegenüber steht.

In der roten Backsteinvilla in Bruckhausen werden ungefähr zwei Minuten des gesamten Films gedreht, dafür benötigt die Produktionsfirma mehrere Tage. Ein Raum im Erdgeschoss des vom Abriss bedrohten Gebäudes dient als Kulisse für eine Szene, die im Film eigentlich in Stuttgart spielt. Das Zimmer ist mit Originalrequisiten aus den 30er Jahren ausstaffiert. Auch die Schauspieler tragen überwiegend Kostüme, die aus der Vorkriegszeit stammen. „Darauf haben wir besonders großen Wert gelegt”, sagt Regisseur Miguel Alexandre, der schon beim TV-Event „Die Frau vom Checkpoint Charlie mit Veronica Ferres die Regie führte. Auch von seiner Hauptdarstellerin ist der gebürtige Portugiese begeistert. „Man hätte sich keine bessere Schauspielerin für diese Rolle vorstellen können. Sie war von Anfang an auch meine absolute Wunschbesetzung.”

In die Rolle von Ursula Heye zu schlüpfen, sei für Furtwängler selbst, die 2007 in dem ARD-Zweiteiler „Die Flucht” eine ähnlicheFrau spielte, ihre bisher größte schauspielerische Herausforderung gewesen. Die Dreharbeiten in Duisburg sind fast abgeschlossen. In der vergangenen Woche ist bereits im Duisburger Stadttheater gedreht worden. Am Freitag werden noch Aufnahmen in Dinslaken gemacht. Im Januar und Mai folgen noch Dreharbeiten in Bayern und in Polen. Der Film wird von der Filmstiftung NRW unterstützt.

Neben Maria Furtwängler wirken unter anderem noch der österreichische Schauspieler Heikko Deutschmann, der schon in mehreren Tatorten und beim „Bullen von Tölz” mitspielte, Pasqaule Aleardi, der zuletzt in dem Katastrophenfilm „Vulkan” bei RTL zu sehen war, und die bekannte Theater- und Filmschauspielerin Rosel Zech mit.


 
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