Kommentar: LEG: Land hat guten Job gemacht
VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 05.06.2008Kommentar (RPO). Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber dem bisherigen Anschein nach hat das NRW-Finanzministerium beim Verkauf der LEG einen guten Job gemacht. Es scheint seinen Zeitplan nach kleineren Korrekturen verteidigen zu können: Offenbar verkauft sich die LEG trotz transatlantischer Banken- und Immobilien-Krise ganz gut. Es ist das Verdienst des NRW-Finanzministers, diese Sachlage anders als viele ausgewiesene Experten richtig eingeschätzt zu haben.
Offenbar springt beim Verkauf der LEG trotz der hohen Schulden, die auf dem Unternehmen lasten, sogar noch ein dreistelliger Millionen-Gewinn für das Land heraus. Dennoch muss der Steuerzahler einen Wermutstropfen schlucken. Ohne die Sozialcharta, die das Land dem Käufer aufzwingt, um die traditionell hohen Privilegien der LEG-Mieter auch über den Verkauf hinaus zu schützen, hätte die LEG sicher mehr Geld eingebracht. Es ist nicht einzusehen, warum die Allgemeinheit für die Privilegien der LEG-Mieter aufkommen soll.
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