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NRW: Leibniz-Preis bleibt in der Region

zuletzt aktualisiert: 05.12.2008 - 07:09

NRW (RPO). Die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft (DFG) hat die neuen Leibniz-Preisträger verkündet. Darunter sind drei Professoren aus NRW. Insgesamt erhalten elf Forscher im kommenden Jahr den höchsten deutschen Wissenschaftspreis. Dieser ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und gilt als deutscher Nobelpreis.

Die DFG-Zentrale, in der über die Preisträger entschieden wurde.  Foto: RPO
Die DFG-Zentrale, in der über die Preisträger entschieden wurde. Foto: RPO

Unter den Ausgezeichneten ist der Bonner Professor Armin Falk, der mit experimenteller Wirtschaftsforschung das Bild vom streng rational handelnden Mensch hinterfragt. Auch der Mathematik-Professor Burkhard Wilking aus Münster erhält den Preis für seine Arbeiten zur Differentialgeometrie. Eine weitere Auszeichnung geht an Martin R. Zirnbaum von der Uni Köln, der sich mit mathematischer Physik beschäftigt.

Von den elf neuen Leibniz-Preisen gehen jeweils drei an die Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften sowie zwei an die Geistes- und Sozialwissenschaften. Der einzige ausgezeichnete Kulturwissenschaftler ist der Germanist Heinrich Detering. Er veröffentlichte im vergangenen Jahr eine viel beachtete Monografie zu Bob Dylan.

Zehn der elf Geehrten sind an Universitäten beschäftigt. Sie kommen aus Darmstadt, Dresden, Freiburg, Göttingen, Ulm und Würzburg. Die Jury wählte fast nur Forscher aus, die nicht an den neuen Elite-Universitäten beschäftigt sind. Die einzige weibliche Preisträgerin, die Meeresforscherin Antje Boetius, arbeitet am Max-Planck-Institut in Bremen.

Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG vergeben. Sechs der Geehrten haben später auch einen Nobelpreis bekommen, darunter die Entwicklungsbiologin Christiane Nüsslein-Volhard und der Chemiker Gerhard Ertl. Die Preisträger des kommenden Jahres werden am 30. März in Berlin ausgezeichnet.

Quelle: RP

 
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