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Region: Neue Eurobahn nimmt Fahrt auf

zuletzt aktualisiert: 04.11.2009 - 16:13

Region (RPO). Am 13. Dezember übernimmt die Eurobahn den Zugbetrieb auf der Strecke RE 3 von Hamm nach Düsseldorf und RE 13 von Hamm nach Venlo. In der Region halten die neuen Elektro-Triebwagen dann unter anderem in Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf und Duisburg. Videoüberwachung, Einstiegsrampe für Rollstuhlfahrer und behindertengerechtes WC sorgen für mehr Sicherheit und Komfort.

Bisher hatte die DB Regio die Strecke bedient. Für 16 Jahre hat nun die Eurobahn nun den Zuschlag erhalten. Vor allem Berufspendler knüpfen hohe Erwartungen an den neuen Anbieter.

Die DB Regio hatte auf der Regionalexpress-Strecke 13 in den vergangenen Jahren bei ihren Kunden viel Kredit verspielt. Alte Wagen wurden eingesetzt, die Züge hatten Verspätungen. Oft fielen Züge aus, und die wartenden Kunden auf den Bahnsteigen erfuhren entweder zu spät oder sehr unzureichend, dass sie so schnell nicht mehr auf der Schiene wegkommen würden.

Panne zu Beginn

Um 10.55 Uhr sollte der neue RE 13 am Dienstag im Mönchengladbacher Hauptbahnhof einfahren. Auf einer Präsentationsfahrt von Düsseldorf nach Kaldenkirchen will die Eurobahn die neuen und komfortablen Elektro-Triebwagen, die ab 13. Dezember im Einsatz sein werden, erstmals präsentieren. Doch es passiert lange nichts. Dann ein Anruf. Der Zug werde etwa 20 Minuten später eintreffen. Grund: Der neue „Maas-Wupper-Express“ hatte auf dem Weg von Venlo nach Düsseldorf „Probleme bei der Grenzüberschreitung“.

Info
Eurobahn

Marke Eurobahn ist die Marke im Personenverkehr auf der Schiene für Keolis Deutschland in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Keolis S.A. ist ein weltweit agieres Nahverkehrsunternehmen mit französischen Wurzeln. In Frankreich ist Keolis derzeit einer der bedeutendste Anbieter im ÖPNV-Wettbewerb.

Aus 20 werden schließlich 40 Minuten, dann fährt er ein – der neue Elektro-Zug vom Typ „Flirt“. In knapp einem Monat wird er auf der Linie RE 13 zwischen Hamm, Düsseldorf und Venlo verkehren. Pro Jahr werden die neuen Züge rund 3,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Fünf Wagen bilden den 90 Meter langen Zug, zu Hauptverkehrszeiten kann er um vier weitere Wagen verlängert werden.

Komfort für die Fahrgäste

Ganz leise summt der neue Regionalexpress mit rund 120 Stundenkilometern über die Gleise in Richtung Viersen. Der Innenraum ist modern und komfortabel, hell und freundlich gestaltet. „Wir haben dabei stark auf den Komfort für die Fahrgäste geachtet“, sagt Dr. Stefan Bennemann, Niederlassungsleiter der Eurobahn.

So haben die Gäste bei den längeren Fahrten künftig viel Beinfreiheit. Insgesamt gibt es zwischen 221 und 576 Sitzplätze. Die Eurobahn legt zudem sehr viel Wert auf die Sicherheit. Alle 18 neuen Fahrzeuge werden lückenlos videoüberwacht – das schreckt potenzielle Krawallmacher ab. „Das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste wird deutlich erhöht“, erzählt Bennemann.

Ein weiterer Vorteil: Der Zug ist von vorne bis hinten durchgängig einsehbar, ohne Zwischentüren. Es gibt nur wenig Ecken und Zwischenräume, um Sachen zu verstecken. Wichtige Aspekte im Kampf gegen den Drogenschmuggel – der RE 13 genießt nämlich eine eher traurige Berühmtheit als „Drogenexpress“.

VRR von Eurobahn überzeugt

Drogenpäckchen wurden zum Teil schon in der Deckenverkleidung versteckt. „Fahrgäste, die Rauschgift aus Holland nach Deutschland schmuggeln wollen, müssen die Drogen nun bei sich tragen – das erleichtert die Kontrollen von Polizei und Zoll“, berichtet Rainer Wanzke, Pressesprecher des Hauptzollamts Krefeld.

Auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der als Auftraggeber der Eurobahn, die zum Unternehmen Keolis mit Sitz in Hamm gehört, bei der Ausschreibung den Vorzug vor der DB Regio gegeben hatte, ist von den neuen Triebwagen überzeugt. „Wir sind sicher, dass die neuen Züge bei den Fahrgästen gut ankommen“, meint VRR-Vorstand Martin Husmann.

Mit einer Leistung von rund 3500 PS und einer starken Beschleunigung ist der neue Zug ein richtiger „Sprinter“. „Wir können einige Minuten Verspätung schnell wieder aufholen“, berichtet Bennemann. Bei der Präsentationsfahrt gelingt dies aber nicht mehr. Um 12.45 fährt der Regionalexpress wieder im Gladbacher Bahnhof ein – immer noch rund 40 Minuten verspätet. Zum Glück waren bei der Probefahrt keine Fahrgäste an Bord.

Quelle: RP

 
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