Trotz Einigung im Tarifstreit: Notfallpläne behindern Bahnverkehr
zuletzt aktualisiert: 10.03.2008 - 09:24
Trotz des kurzfristig noch abgewendeten Streiks der Lokführer ist es am Montagmorgen in Nordrhein-Westfalen zu Behinderungen im Bahnverkehr gekommen. Da der Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn AG zunächst in Kraft trat, fielen Verbindungen im Nah- und Fernverkehr aus. Wie ein Sprecher der Bahn in Düsseldorf mitteilte, sei man bemüht, sich im Laufe des Montags dem normalen Fahrplan wieder "anzunähern".
So werde unter anderem der S-Bahn-Verkehr, der ursprünglich nur jede Stunde fahren sollte, intensiviert. Auch die ursprünglich komplett gestrichenen RegionalExpress-Linien zwischen Aachen und Dortmund (RE 4) sowie Düsseldorf und Minden (RE 6) würden zumindest teilweise wieder gefahren. Der RegionalExpress 3 zwischen Hamm und Düsseldorf verkehre jedoch nicht.
Die Bahn hatte bei ihrem Ersatzfahrplan rund 50 Prozent der Verbindungen im Fernverkehr gestrichen. Im Nahverkehr sollten laut der ursprünglichen Planung nur rund ein Drittel der Züge fahren. Spätestens ab Dienstag soll wieder der normale Fahrplan in Kraft treten.
Welche Züge fahren, können Reisende und Pendler unter der kostenlosen Hotline 08000 99 66 33 oder im Internet unter bahn.de/aktuell erfahren.
Bahnkunden, die ihre Reise wegen streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen nicht antreten können, erstattet die Bahn eigenen Angaben zufolge die Fahrkosten. Bis Ende März könnten die Fahrgäste ihre Tickets kostenlos umtauschen oder erstatten lassen, hieß es. In den Verkehrsverbünden seien eigene Regelungen gültig. Bei Zugausfall oder verpassten Anschlusszügen durch den Streik könnten Bahnkunden zudem den vorherigen oder nachfolgenden Zug nutzen, auch wenn dieser höherwertig sein sollte.
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