Üble Scherze können strafbar sein: Polizei rechnet mit vielen Einsätzen an Halloween
zuletzt aktualisiert: 29.10.2010 - 11:14Halloween findet in Deutschland immer mehr Anhänger. Weniger beliebt ist das Fest allerdings bei der Polizei: In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November müssen die Ordnungshüter immer wieder ausrücken, weil junge Leute ihre Scherze zu weit getrieben haben.
Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss rechnet angesichts des Halloweenfestes mit mehr Arbeit am Wochenende. "Wir werden mit verstärkten Kräften im Einsatz sein und Präsenz zeigen", sagt Polizeisprecher Bernd Schmutzler. In den vergangenen Jahren sei es vermehrt zu Belästigungen, Randale und Sachbeschädigungen gekommen.
"Das hat nichts mehr mit der Kultur des Feiern zu tun", sagt Schmutzler. Vor allem Eltern müssten auf ihre Kinder einwirken und sie in Gesprächen vor üblen Scherzen und Straftaten abhalten.
Auch die Mönchengladbacher Polizei wird an Halloween ihren Einsatz ausweiten. Personell soll der Dienst in der Nacht zum Montag verstärkt werden und schwerpunktmäßig gegen Sachbeschädigungen vorgehen. Auch die Alkoholkontrollen sollen ausgeweitet werden. In der Halloweennacht 2009 wurden laut Polizei 22 Fälle von "Unfug" und Sachbeschädigungen registriert. Zumeist seien rohe Eier auf Häuser, Fenster und Türen geworfen worden.
Auch die Viersener Polizei sah sich in den vergangenen Jahren mit einer Vielzahl von übertriebenen Streichen konfrontiert. Die Grenze des Erlaubten sei klar definiert, sagte eine Sprecherin. Während das Dekorieren einer Haustür oder eines Autos mit Toilettenpapier noch toleriert werde, erfülle die Androhung einer Sachbeschädigung den Tatbestand einer Nötigung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
