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Warnstreiks im Nahverkehr: "Schwarzer Freitag" für Pendler

zuletzt aktualisiert: 22.02.2008 - 10:19

Verdi hat zum Arbeitskampf aufgerufen. Und vor allem am Freitag droht dem öffentlichen Nahverkehr in vielen Städten der Region der Stillstand. So haben Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen in Düsseldorf, Duisburg, Moers, Mönchengladbach, Krefeld, Viersen, Erkelenz, Solingen und Remscheid Warnstreiks geplant.

 Foto: Rheinbahn
Foto: Rheinbahn

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di rief am Donnerstag in Düsseldorf rund 10.000 Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu Warnstreiks auf. In einigen Städten wie Düsseldorf sollen die Arbeitsniederlegungen den ganzen Tag andauern. Bereits am Donnerstag waren rund 4500 Erzieher in den Ausstand getreten.

Den Angaben zufolge sollen die Busse und Bahnen am frühen Freitagmorgen ihre Depots gar nicht erst verlassen. Der Bevölkerung empfahl ver.di, insbesondere im Berufsverkehr auf andere Verkehrsmittel umzusteigen und Fahrgemeinschaften zu bilden. Es sei davon auszugehen, dass während der Warnstreiks keine Busse und Bahnen in den betroffenen Regionen verkehrten, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Von den Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr sollen rund 30 Städte und Kreise betroffen sein, darunter Köln, Düsseldorf und zahlreiche Städte im Ruhrgebiet.

Neben den Bus- und Straßenbahnfahrern sollen nach dem Willen der Gewerkschaft auch die Beschäftigten bei Stadtwerken, Müllabfuhr, Wasserwerken, Kommunalverwaltungen, Theatern und einer Schleuse ihre Arbeit ruhen lassen. Insgesamt seien 21 000 Menschen zu Warnstreiks aufgerufen, hieß es.

Am Donnerstag waren landesweit knapp 700 Kindertagesstätten bestreikt worden. Allein in Köln legten rund 1400 Kita-Beschäftigte die Arbeit vorübergehend nieder. Auch in einigen Kommunalverwaltungen und Abfallentsorgungsunternehmen gab es Warnstreiks. Insgesamt beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 5500 Menschen an den Arbeitsniederlegungen.

ver.di fordert für die rund 1,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen Einkommenserhöhungen von acht Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben bislang Steigerungen um fünf Prozent über zwei Jahre angeboten und verlangen eine Arbeitszeitverlängerung auf 40 Stunden im Westen.

Aus Gewerkschaftssicht würde das unter dem Strich Einkommensverluste bedeuten. Allein die Arbeitszeitverlängerung würde für kommunale Beschäftigte in NRW ein Minus von 3,75 Prozent ausmachen, heißt es bei ver.di. Die Tarifverhandlungen werden am Montag (25. Februar) in Potsdam fortgesetzt.

Wir haben für Sie für die vier Bereiche Region Düsseldorf, Nördlicher Niederrhein, Südlicher Niederrhein und Bergisches Land zusammengestellt, welche Streikaktionen nach Aussagen von Verdi wann geplant sind.  


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