Ein Toter und viele Verletzte: Winterwetter in NRW hält an
zuletzt aktualisiert: 30.01.2010 - 16:23Der anhaltende starke Schneefall hat für starke Verkehrsbehinderungen und allein in Nordrhein-Wesfalen für rund 300 Unfälle gesorgt. Und das Wetter wird weiterhin den Verkehr beeinträchtigen. Auf der A61 bei Bedburg ist am Freitagabend ein Mann gestorben.
Der 32-Jährige aus Heinsberg hatte zwischen Elsdorf und Bedburg einen Unfall und stieg aus seienm Wagen aus. Zwei nachfolgende Autos konnten nicht mehr bremsen und erfassten den Mann. Für den 32-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. Die A61 war nach dem unfall zeitweise voll gesperrt.
Insgesamt gab es in Nordrhein-Westfalen von Freitagabend bis zum Samstagmorgen rund 300 Verkehrsunfälle mit witterungsbedingtem Hintergrund, wie das Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste in Duisburg mitteilte. Dabei kam der Mann auf der A61 ums Leben, 42 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 1,32 Millionen Euro.
Am Samstag waren Winterdienste pausenlos im Einsatz, nachdem es in der Nacht zum Teil heftig geschneit hatte. Stellenweise waren bis zu 29 Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Schneemassen beeinträchtigten den Verkehr. Die Polizei appellierte an die Autofahrer, vorsichtig zu fahren.
Vielerorts kam der Busverkehr zum Erliegen. Auf den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn gab es Verspätungen, weil Maschinen enteist sowie die Start- und Landebahnen geräumt werden müssen. Auch im Bahnverkehr gab es vereinzelt Verspätungen wegen zugefrorener Weichen. "Im Großen und Ganzen rollt aber der Zugverkehr in NRW", sagte ein Bahnsprecher.
Auf der Autobahn 3 bei Ratingen (Kreis Mettmann) kollidierte ein 45-Jähriger mit seinem Sattelzug mit der Mittelschutzplanke und verletzte sich dabei. Der Mann war nach Polizeiangaben mit seinem Fahrzeug auf schneebedeckter Fahrbahn nach links abgekommen. Der Sattelzug prallte in die in die Mittelschutzplanke, knickte ein und verkeilte sich. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.
In Overath (Rheinisch-Bergischer Kreis) kam in der Nacht auf Samstag ein Linienbus von der Fahrbahn ab und blieb auf einer Wiese stehen. Der 58-jährige Busfahrer und seine 20 Fahrgäste blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.
In Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss) prallte am späten Freitagabend ein 59-Jähriger mit seinem Pkw auf eisglatter Fahrbahn gegen einen Baum. Der Autofahrer, der schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde, war mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs und zudem nicht angeschnallt. An seinem Wagen entstand Totalschaden. Im Kreis Wesel ereigneten sich zwischen Freitagabend (20 Uhr) und Samstag (11) 20 witterungsbedingte Unfälle, bei denen es bei Blechschäden blieb.
Am Freitag hatte die Polizei zwischen 5 Uhr und 20 Uhr landesweit 541 witterungsbedingte Verkehrsunfälle registriert. Dabei gab es acht Schwer- sowie 40 Leichtverletzte. Der Gesamtsachschaden lag bei schätzungsweise 1,3 Millionen Euro.
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