Rockerkrieg: Wolf will Gewaltmonopol durchsetzen
zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 13:16Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) setzt sich für die Bekämpfung der Gewalt zwischen Rockerbanden ein. Nach den Zwischenfällen in Duisburg, Solingen und Essen, will Wolf nun das "Gewaltmonopol des Staates" durchsetzen.
Die Verhinderung weiterer Gewalttaten und die Gewährleistung der Sicherheit der Bürger habe für ihn "höchste Priorität", stellte Wolf vor einer Sitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag klar und ergänzte: "Rechtsfreie Räume werden nicht geduldet. Das Gewaltmonopol des Staates wird durchgesetzt."
Nach dem Mord an einem "Bandidos"-Mitglieds in Duisburg Anfang Oktober, war es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den den verfeindeten Rockerbanden "Bandidos" und "Hells Angels" gekommen.
Seit den Vorfällen wurden im Land nach Wolfs Angaben 1148 Personen überprüft. Dabei gab es vier Festnahmen. Elf Strafverfahren wurden eingeleitet. Bei Razzien im Rockermilieu wurden zahlreiche Schusswaffen, Baseballschläger und Messer beschlagnahmt. Mit intensiven Kontrollen solle neue Gewalt verhindert werden. Seit Anfang November habe es keine weiteren Auseinandersetzungen gegeben.
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