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panorama park city 2009
  Foto: Utah Office of Tourism
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Skiparadies Utah: Der beste Schnee der Welt

VON PIA TERHEYDEN - zuletzt aktualisiert: 29.12.2009 - 08:08

Düsseldorf (RP). Was Skifans in Utah zu erwarten haben, ist auf jedem Autokennzeichen zu lesen: „The greatest snow on earth“. Im Winter gibt es tatsächlich in den Bergen rund um Salt Lake City Schnee satt und Pisten für jeden Geschmack - vor allem aber für Tiefschnee-Fans.

Es hat tagelang nicht mehr geschneit. Während zuhause die Alpen im Schnee versinken, machen die Amerikaner im Skigebiet Snowbasin, 40 Kilometer von Salt Lake City entfernt, lange Gesichter. „The best snow on earth“, dieser berühmte Puderschnee, von dem jeder europäische Skifahrer träumt, weil man darin im freien Gelände angeblich wie auf Wolken fährt, den gibt es auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten noch nicht auf Bestellung. Gott sei dank. Und doch ist die weiße Unterlage auch so für Nicht-Tiefschneefahrer perfekt: Die Pisten sind breit, leer und erstklassig präpariert. Wie auf Schienen gleiten die Ski über den griffigen Schnee, keine Eisplatte, kein Gedränge stören den Rhythmus. Traumhaft.

Rich Korski, PR-Mann für die Region, war früher Ingenieur und ist vor ein paar Jahren von Minnesota mit seiner Frau nach Utah gezogen, der Natur wegen. Im Sommer fährt er Kajak, im Winter Ski. „Das hier ist ein perfekter Ort zum Leben“, sagt er und lässt den Blick von der 2850 Meter hohen Bergstation am Mount Allen über die umliegenden weißen Berggipfel bis in das Tal von Salt Lake City am Horizont schweifen. Dort oben wurden 2002 die Herren-Abfahrt und ein wenig tiefer auch die Damen-Abfahrt gestartet. Und natürlich heißt die spektakuläre, fünf Kilometer lange Piste, gekennzeichnet mit einem schwarzen Diamanten: Olympic Track.

Komfortable Lodges

Wer das erste Mal in Amerika Ski fährt, wird sich wundern. Zum Beispiel sind die Liftanlagen längst nicht so modern wie die in Österreich. Dafür bieten die Lodges an den Tal- und Bergstationen - zumindest teilweise - ungeahnten Komfort. Angesichts von Kronleuchtern, schweren Clubsesseln und zentimeter-dicken Teppichböden, die den Lärm klobiger Skischuhe vollständig schlucken, dürfte mancher schon morgens beim Umziehen für die Piste in Gewissenskonflikte kommen: Dableiben und sich vom lodernden Kaminfeuer wärmen lassen oder hinaus in die minus zehn Grad kalte Schneewelt?

Doch dem Reiz der vielen unberührten Hänge mit Wäldern, die bis an die 3000 Meter hohen Gipfel heranreichen, kann man kaum widerstehen. Irgendwann packt es jeden - auch wenn er in Europa noch nie „Offroad“ gefahren ist. Der Puderschnee ist zwar immer noch weit entfernt vom Superlativ „Greatest snow on earth“, aber er ist doch deutlich besser als die oft feuchte, schwere Masse in den Alpen. Diese besondere Konsistenz hat der Schnee der geografischen Lage zu verdanken. Denn auf ihrem langen Weg über die Wüsten in die Berge verlieren die Wolken viel Feuchtigkeit, den spärlichen Rest saugt der große Salzsee heraus, der Salt Lake City den Namen gab. Zudem schneit es in dem Mormonenstaat reichlich: 13 Meter können während einer Saison, die von November bis April dauert, fallen.

„Groomed or not groomed“ - planiert oder nicht - lautet die Standardfrage der Ski-Guides, bevor es von der Bergstation aus abwärts geht. Das offene Gelände ist mal mit kleinen Tannenbäumen, mal mit dichten Espenwäldern durchsetzt. Beides hat seinen Reiz - und wer es lieber gemütlich mag, der nimmt halt die präparierte parallel verlaufende Abfahrt: Treffpunkt Talstation. Dank guter Beschilderung findet man sich auch ohne Führer schnell in den Skigebieten zurecht.

Die Skiregion Utah stand lange Zeit im Schatten von Colorado und Kanada. Doch seit 2002 dort die Olympischen Spiele stattfanden, geht es nun auch im Winter touristisch aufwärts. Zehn Skigebiete liegen nur eine Stunde von Salt Lake City entfernt. Die Hauptstadt ist, wie auch das ehemaligen Goldminenstädtchen Park City, ideale Basis für eine Skisafari. Allein von Park City aus kann man fünf Skigebiete innerhalb einer halben Stunde erreichen.

Das exklusivste ist Deer-Valley. Dort tragen freundliche Mitarbeiter in grüner Einheitskluft die Skier vom Parkplatz an den Skilift, und ein Guide zeigt kostenlos die schönsten Abfahrten. Und weil täglich maximal 6500 Lifttickets verkauft werden, kommt man sich auf den Pisten nie in die Quere. Im feinen Deer Valley bleibt die Skigesellschaft unter sich, Snowboarder sind dort nicht gern gesehen. Die weichen nach Park City Mountain aus, wo es ohnehin lebendiger ist - auch am Abend, wenn unten im Tal auf der Mainstreet die Restaurants und Kneipen öffnen. Dort darf im Mormonenstaat sehr zur Freude der Ausländer auch Alkohol ausgeschenkt werden.

Am letzten Tag liegen die Berge in den Wolken. Endlich. Neuschnee hat über Nacht Bäume und Abfahrten mit einer zehn Zentimeter hohen Schicht überzogen. Schon früh morgens herrscht Hochbetrieb am Lift wie bisher an keinem anderen Tag - Amerikaner im Powderfieber. Jeder will hoch, auf den Gipfel, und die erste Spur in den noch makellosen Hang mit dem weltbesten Schnee fahren.

Die Skigebiete auf einen Blick

Snowbasin Klein und mittelschwer ist das Skigebiet, das - sehr ungewöhnlich für Utah - nur aus präparierten Pisten besteht. Perfekt für den Start.

Snowbird Das Skigebiet zählt zu den anspruchvollsten der USA und bietet vor allem Könnern ungeahnte Möglichkeiten zum Off-Piste-Skiing. Nur ein sehr kleiner Teil der Abfahrten ist präpariert und wird als schwarz oder doppelt- schwarz ausgewiesen. Die Fahrt mit der Seilbahn auf 3350 Meter Höhe ist ein atemberaubendes Erlebnis.

Alta Mit durchschnittlich 13 Metern Schnee im Jahr gehört der Ort zum schneereichsten der Vereinigten Staaten und genießt bei Tiefschneefahrern Kultstatus. Im unkommerziellen Alta ist Snowboarden nicht erlaubt. Es gibt einen Skipass-Verbund mit Snowbird.

Park City Der Ort ist eine ideale Skibasis-Station. Hier liegen mit Deer Valley, The Canyons und Park City Mountains gleich drei Skigebiete vor der Haustür. Letzteres zeichnet sich aus durch guten Service in den Tal-und Bergstationen, schöne Restaurants und Pisten für jedes Können.

Deer Valley - zählt zu den exklusivsten Orten der Welt. Entsprechend ist die Infrastruktur: Pistenservice, Hotels und Restaurants sind erste Klasse. Das Skigebiet verteilt sich auf vier Areale von leicht bis schwer. Der tägliche Verkauf der Lifttickets ist auf 6500 (86 USD pro Erw.) begrenzt. So wird es nie voll auf der Piste.

The Canyons ist mit 132 Pisten und 1250 Hektar das größte Skigebiet Utahs und das anspruchsvollste in der Park City Region. Es gibt schöne Abfahrten durch Tannen- und Espenwälder, präparierte Pisten sowie Buckelpisten und Tiefschnee-Abfahrten.

Info:

Anreise Flug United Airlines fliegt von Frankfurt über Chicago nach Salt Lake City. In der Economy-Klasse kostet der Hin- und Rückflug ca. 629 Euro.

Gepäck Gebührenfrei ist ein Gepäckstück mit max. 23 Kilo. Für einen zweiten Koffer berechnet United 35 Euro. Skier werden für 50 USD pro Strecke transportiert.

Pakete buchen Bevor man für die Skireise alle Bausteine wie Flug, Mietwagen, Hotel, Skipass einzeln bucht, fährt man günstiger mit Paket-Lösungen spezieller Reiseveranstalter. Hier ein Preis-Beispiel: Sieben Tage Park City mit Transfer vom Flughafen zum Hotel „The Yarrow“, DZ plus Frühstück, Skipass (gültig bis 20. März) kosten pro Person 849 Euro.

Reiseveranstalter „Faszination Ski“ organisiert Einzel- und Gruppenreisen, Tel. 06201/ 592976 oder www.faszinationski.de 

Quelle: RP

 
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