Aktivurlaub in Inzell: Eislaufen und Schlittenhunderennen
zuletzt aktualisiert: 26.12.2009 - 13:00Inzell (RPO). Es ist kalt in Inzell, es schneit und zahlreiche Schlittenhunde warten auf ihren Einsatz. Schlittenhunderennen sind hier mittlerweile sehr populär. Doch bekannt geworden ist die 4500-Einwohner-Gemeinde am südlichsten Zipfel Oberbayerns durch das Eisschnelllaufen.
Seit mehr als 40 Jahren gibt es die Kunsteisschnelllaufbahn, auf der mit großem technischen Aufwand schnelles Eis gemacht wird. Zahlreiche Rekorde sind bereits auf den mehr als 6600 Quadratmetern Eis aufgestellt worden. Bis zu 20.000 Zuschauer können im Freiluft-Stadion Eislauflegenden wie Anni Friesinger oder Jeremy Wotherspoon anfeuern. Zum Vergleich: Zum Schlittenhunderennen kamen im Januar immerhin 2500 Zuschauer.
In seiner Geschichte hat das Stadion eine Reihe internationaler Wettkämpfe gesehen: Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, mehr als 150 weitere internationale Großveranstaltungen und etliche nationale Meisterschaften. Und wieder steht ein Großereignis ins Haus: Inzell wird 2011 die Einzelstrecken-WM ausrichten. Im Jahr 1965 wurde das Stadion als Bundesleistungszentrum für Eis- und Rollschnelllauf eröffnet - wenn auch der Plan zunächst ein anderer war. Der Frillensee auf gut 920 Metern Höhe sollte zum deutschen Eissport-Zentrum werden. Bereits im Herbst, nach den ersten Frostnächten im Gebirge um Inzell, hat der See Eis.
Doch die Winter in den Chiemgauer Alpen sind hart, und der Schneefall ist oft ergiebig. Daher war die Pflege der Ende der 50er Jahre eingerichteten Bahn oft mit großen Problemen verbunden. Also wich man an den Zwingsee im Tal aus und baute ein Natureisstadion, das zwei Jahre später zu einem Kunsteisstadion umgestaltet wurde.
Bergbau und die Verhüttung der Erze waren lange Jahre eine wichtige Einnahmequelle der Ortschaft. Doch die Zukunft der Gemeinde soll der Tourismus sein. Das ahnten einige "weitschauende Männer des Dorfes" wohl schon vor rund 100 Jahren und gründeten 1912 den Verkehrs- und Verschönerungsverein. 1957 wurde Inzell anerkannter Luftkurort.
Im Sommer werden Biken und Nordic Walking, Reiten und Schwimmen, Angeln und Laufen angeboten. Und, wie es schon die Sommerfrischler vor fast 100 Jahren genossen: das Bergwandern. Mehr als 150 Kilometer Wanderwege sind markiert. Bei klarer Sicht fällt der Blick unterwegs auf die Gipfel der Berchtesgadener-, Salzburger und Tiroler Berge.
Informationen: Inzeller Touristik GmbH, Rathausplatz 5, 83334 Inzell (Tel.: 08665/988 50, www.inzell.de, E-Mail: info@inzell.de.


