Schlemmen und Schnorcheln: Faul sein auf den Malediven
VON MAXIMILIAN PLÜCK - zuletzt aktualisiert: 26.10.2010 - 06:36Düsseldorf (RP). Sandstrände wie im Paradies, entspannen, schnorcheln und dazu noch gut essen. Auf den Malediven lässt sich hervorragend die Zeit vertrödeln.
Wenige Meter entfernt taucht das Gesicht der Meeresbiologin Laura Riavitz aus dem hellblauen Wasser auf. Sie strahlt: "Ist das nicht fantastisch?", fragt sie. Und die einzig zulässige Antwort in diesem Moment lautet: unbedingt! Zehn Meter tiefer, bei völlig klarer Sicht erstreckt sich eines der schönsten Korallenriffe der Malediven, das Hausriff des Kuramathi Island Resorts, der größten Urlaubsinsel des kleinen Staates südwestlich von Indien.
Schwarzflossen-Riffhaie schwimmen dort wenige Meter an den Schnorchlern vorbei, ohne sie jedoch eines Blickes zu würdigen. Eine Muräne reckt den Kopf aus ihrer Höhle und öffnet scheinbar bedrohlich ihr Maul. Bunte Korallenfische, wie die Jüngeren sie spätestens seit dem Disney-Film "Findet Nemo" allesamt beim Namen kennen, bevölkern das Riff, schwimmen neugierig auf die Schnorchler zu, die sich völlig entspannt auf der Wasseroberfläche über diesem Naturschauspiel treiben lassen.
Um überhaupt erst in den Genuss dieses Unterwasserschauspiels zu kommen, muss der Gast allerdings zunächst einen zehnstündigen Flug etwa von Frankfurt aus in Kauf nehmen. Die Malediven sind flächenmäßig kleiner als das EU-Mitglied Malta und erstrecken sich über 19 Atolle. Knapp 400.000 Menschen leben verstreut über die Inseln, die Mehrheit jedoch in der Hauptstadt Malé. Von dort geht es per Wasserflugzeug (20 Minuten) oder für die Seetauglichen mit dem Speedboot (90 Minuten) ins Rasdhoo-Atoll, in dem das Kuramathi Island Resort liegt. Wer diese Strecke erst einmal hinter sich gebracht hat, für den beginnt ein entspanntes Erlebnis in paradiesischer Umgebung.
Einzigartiges Meeresgetier
Die Meeresbiologin Riavitz verbringt ein halbes Jahr auf der Insel und versucht bei den Touristen ein Gefühl für die Einzigartigkeit der Meeresfauna und -flora zu wecken. Zweimal in der Woche hält sie in der eigens eingerichteten meeresbiologischen Station Vorträge für die Urlauber und ist Ansprechpartner bei Fragen rund um das Leben im Meer. "Die Gäste müssen verstehen, dass die Korallen sehr empfindlich sind. Wenn beispielsweise die Wassertemperatur nur leicht ansteigt, kann es sofort zum Absterben kommen." So geschehen etwa nach El Nino.
Schlimmer noch ist der Einfluss des Menschen selbst. Dabei reicht eine einfache Regel: Anschauen ist erlaubt, anfassen dagegen nicht. Das Schnorcheln zählt mit Sicherheit zu den attraktivsten Freizeitbeschäftigungen auf den Malediven. Wer das nötige Budget für eine der luxuriösen Wasservillen im Kuramathi Island Resort hat, der kann schon von der Terrasse aus starten. Über eine Holztreppe gelangt man direkt ins türkisblaue Meer.
Für Malediven-Besucher, die sich dagegen fürs Schnorcheln nicht begeistern, bleiben noch Wellness und das Schlemmen. Dave Minten ist Herr über 80 Mitarbeiter und damit über neun verschiedene Restaurants. Der niederländische Küchenchef des Resorts Kurumba Maldives, der ältesten Ferieninsel der Malediven, kennt die Unwägbarkeiten, mit denen man im Ferienparadies zu kämpfen hat: "Wir beziehen unsere Produkte aus der ganzen Welt", sagt Minten. Fleisch aus Australien, Milchprodukte aus Deutschland, Wein aus Frankreich. Nur so schafft er es, den Gästen auch in einem streng muslimischen Land den Komfort zu bieten, den sie in einem Fünf-Sterne-Hotel erwarten – und das Ergebnis schmeckt hervorragend. Einmal pro Woche bietet das Hotel zudem einen kostenlosen Cocktailempfang und eine exklusive Weinverkostung an. Zu den Gästen auf Kurumba zählten schon Politgrößen wie George Bush oder Bill Clinton.
Vom Diwan in den Pool hüpfen
Und jeder Gast kann sich etwas präsidial fühlen, wenn er zum Beispiel in einer der luxuriösen Pool-Villen logiert. Schon der weitläufige Wohnbereich ist imposant, mit Himmelbett, Flachbildfernseher und einem hochmodernen Bad mit allen Finessen. Doch erst der zu jeder dieser Villen zugehörige Außenpool verschlägt dem Besucher die Sprache. In einem kleinen Garten, abgeschottet von den anderen Gästen, können sich die Gäste auf einem Diwan aalen und zur Abkühlung in den Pool springen. So schafft es die Anlage trotz ihrer Größe – immerhin beherbergt die Insel 180 Bungalows – eine intime Atmosphäre zu erzeugen.
Wem das noch nicht genügt, dem bleibt immer noch der Ausflug in den Spa-Bereich. Im edlen Fünf-Sterne-Resort Velassaru Maldives etwa liegt der Wellnesstempel in den für die Malediven typischen Poolvillen: Im Ruhebereich entspannt der Gast im Whirlpool unter freiem Himmel, ehe er vor Massage abgeholt wird – auch dies ist eine herrliche Art, um entspannt seine Zeit zu vertrödeln.
Singles sei im Übrigen davon abgeraten, allein auf die Malediven zu fliegen. Zu hoch ist das Frustrationspotenzial, wenn man umgeben von lauter "Honeymoonern" ist.
Kuramathi Island Resort Eine Woche im Vier-Sterne-Hotel Kuramathi Island Resort mit Vollpension inklusive Flug und Transfer ab 1564 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.
Kurumba Maldives Eine Woche im Fünf-Sterne-Hotel Kurumba Maldives inklusive Frühstück ist mit Flug und Transfer ab 1664 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar. Das Hotel liegt im Nord-Male-Atoll. Alternativ mit Halbpension buchbar. Pro Person ab 1909 Euro.
Velassaru Maldives Eine Woche im Fünf-Sterne-Hotel Velassaru Maldives inklusive Frühstück ist mit Flug und Transfer ab 2174 Euro pro Person mit Zweierbelegung im Bungalow buchbar. Das Hotel liegt am nördlichen Rand des Süd-Male-Atolls und bietet Beach-Villas, Deluxe-Bungalows und Water-Villas in unmittelbarer Nähe zum traumhaften weißen Sandstrand. Alternativ auch mit Halbpension buchbar. Pro Person ab 2503 Euro.
Buchungen Weitere Informationen und Buchung für die Malediven in allen TUI Reisebüros und im Internet unter www.tui.com.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.








dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.