Haanerin war schon auf dem Burj Chalifa: Gänsehaut-Feeling auf Dubais Wunderturm
VON MAIKE SCHULTE - zuletzt aktualisiert: 14.01.2010 - 07:32Düsseldorf (RPO). Wie ist es denn wirklich auf dem höchsten Turm der Welt? Eine Haanerin weiß es, sie war als eine der ersten auf dem Burj Chalifa in Dubai. „Ich habe Gänsehaut gehabt“, erzählt Fitness-Trainerin Heidi Wernecke-Keller, die ihren Geburtstag im 124. Stock verbrachte.
Eigentlich war die 52-Jährige auf Kreuzfahrt von Dubai nach Mumbai, Goa und zurück. Doch von vornherein war klar: Wenn es sich irgendwie einrichten ließe, wollte die reisebegeisterte Haanerin einen eigenen Blick auf den höchsten Turm der Welt werfen.
Gesagt, getan: Nur einen Tag nach der offiziellen Eröffnung reihte sie sich als eine der wenigen westlichen Touristen in der Dubai Mall in die langen Schlangen vor dem Ticketschalter ein. „Es herrschte Riesenandrang, alle wollten auf den Turm und eigentlich gab es keine Tickets mehr“, berichtet sie. Doch sie hatte Glück, erzählte einem Angestellten von ihrem Geburtstag und wurde prompt zum VIP-Schalter geschickt.
80 Euro kostete der Trip in den 124. Stock auf die Aussichtsplattform. Mit dem Fahrschein in der Hand ging es dann aber keineswegs sofort in die Höhe. „Wir mussten erst durch eine Sicherheitsschleuse wie im Flughafen“, sagt sie, „von jedem Besucher wurden außerdem Fotos gemacht.“
Dann hieß es: warten, denn in jeden der zwei Hochgeschwindigkeitsaufzüge passen nur rund 15 Personen. „Die Atmosphäre war richtig gespannt“, erzählt die Haanerin, die sich die Zeit damit vertrieb, durch das Glasdach in der Wartehalle schon mal die Turmspitze anzupeilen. Um den richtigen Blickwinkel zu erhaschen, haben die Turmbauer dazu den passenden Punkt mit einer Art Fadenkreuz markiert.
"Happy Flight"
Mit einem „Happy Flight“ vom Liftboy ging es dann im Affentempo im dunkel verspiegelten Lift nach oben. LED-Monitore mit Bildern vom Panoramablick zeigen schon mal, was die Besucher bei ihrer Ankunft erwartet. „Man merkt die Fahrt gar nicht, plötzlich ist man da“, beschreibt Wernecke-Keller ihre Fahrt im Turbo-Lift (500 Meter in 55 Sekunden).
Wer erst mal oben angekommen ist, kann dann so lange bleiben wie er will. Durch Fernrohre können die Besucher bis zum Luxushotel Burj Al Arab blicken oder auf einer Freiluft-Terrasse den Ausblick genießen. Einziger Minuspunkt: Die Scheiben lassen nur wenig Sonnenlicht durch und spiegeln stark, so dass man sehr dicht vor den Fenstern stehen muss, um nach draußen zu schauen.
Die Erwartungen der Haanerin wurden dennoch nicht enttäuscht. „Ich habe Gänsehaut gehabt“, sagt sie, die auch schon auf dem CN Tower in Toronto war. Der 553 Meter hohe Fernsehturm war lange das höchste freistehende Gebäude der Welt. „Aber das hier war eindeutig der Höhepunkt“, lautet ihr Fazit.
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