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Die etwas andere Städtereise: Wie Radler Budapest entdecken

zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 13:29

Budapest (RPO). Neuester Trend in der ungarischen Hauptstadt Budapest ist es, die Stadt auf zwei Rädern zu erkunden. Durch den vielen Autoverkehr in und um das Zentrum kommt es zu immer mehr Staus. Daher treten die Bürger in die Pedale. Das Fahrrad als Alternative - auch für Touristen die perfekte Entdeckungsreise in und um die Donau-Metropole.

 

Sattel einstellen, Helm auf, und los geht's: Die Morgensonne blickt mild durch die Platanen und spiegelt sich im großen Fluss. Gemächlich geht es auf glatt geteerten Wegen über die Margareten-Insel, Budapests größte Parkanlage, in Richtung Zentrum. Jogger traben am Ufer entlang, für Autos ist die Insel gesperrt. Am Südende des Eilands ist die grüne Idylle zunächst vorbei:

Das erste Ziel: Gellért-Berg

Nach der Margerten-Insel findet man sich direkt in der Großstadt wieder. Doch nach dem Überqueren der Margareten-Brücke ist man auf der Osteseite der Stadt. Hoch über dem Strom erhebt sich der Burgberg mit der ehemaligen Königsburg. Dahinter ragt der felsige Gellért-Berg aus der Donau - das erste Ziel. Auf der Budaer Seite ist der Radweg am Ufer bestens ausgebaut und wie alle neuen Radrouten mit leuchtend gelben Linien markiert. Der Gellért-Berg ist 235 Meter hoch, und auf seinem Gipfel thront die Freiheitsstaue. Oben, an der ehemaligen Zitadelle, knipsen viele Touristen Gruppenfotos und kaufen Stickdecken. Oder sie genießen einfach die Aussicht auf den Burgberg - das nächste Ziel der Route.

Die zweite Etappe: Burgberg

Auf den weniger hohen Hügel mit dem historischen Burgviertel, das seit 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, befindet sich die Touristenmagneten wie die Matthias-Kirche und die Fischerbastei. Zeit für eine Mittagspause: Der hungrige Budapest-Entdecker sucht sich ein Café mit Stühlen in der Sonne, bestellt sich ein großes Stück Torte, dazu einen Milchkaffee, und studiert auf dem Stadtplan die eingezeichneten Radwege. Oder man hört einem Fremdenführer zu, der Gruppen auf Englisch Daten und Anekdoten aus der Geschichte des Burgviertels erzählt. 

"Budapest erlebt gerade einen richtigen Fahrrad-Boom", erzählt Rapaport. Der Pedalo-Trend geht auch an den Touristen nicht vorbei: Rapaport ist seit 2005 mit seinem Unternehmen "budapestbike.hu" am Start und organisiert täglich mindestens eine Fahrradtour für Hauptstadt-Besucher. Die Zahl der Radfahrer in der Stadt hat sich allein von 2005 bis 2006 verdoppelt. Diesen Anstieg hat die Stadtverwaltung ermittelt. Sie hat im vergangenen Jahr 30 Kilometer neue Radwege geschaffen, 161 Kilometer sind es nun insgesamt im Stadtgebiet.

Der letzte Bergpfad : der János-Berg

Den nächsten Hügel von Buda, den man in Angriff nehmen kann, ist der János-Berg, immerhin 527 Meter hoch: Durch die besten Wohngegenden der Stadt, wo sich Villen mit Türmchen und verspielten Erkern an den Hang schmiegen, schlängelt sich die Straße in Serpentinen nach oben. Für den Anstieg sind gut trainierte Oberschenkelmuskeln nötig. Für alle "Nichttrainierten" gibt es eine erfreute Nachricht: Auf den János-Berg fährt auch eine Bahn.

Den Stadtteil Pest erleben

Über die Kettenbrücke geht es auf die andere Donauseite. Pest ist der größere, lebendigere Teil der Hauptstadt. Einen Abstecher wert ist das mächtige, neugotische Parlamentsgebäude, eines der Wahrzeichen von Budapest. Weitere Ziele sind das jüdische Viertel und die Markthalle am Donau-Ufer.

Einige bequeme Strecken gibt es auch in Pest: Auf dem Boulevard Andrássy út etwa geht es von der Innenstadt schnurgerade in Richtung Stadtwäldchen. Die Route hat eine eigene Radspur, es gibt sogar Radfahrer-Ampeln. Das Stadtwäldchen allein ist einen Tagesausflug wert: Dort sind der Zoo, die Kunsthalle, der historische Heldenplatz, das Széchenyi-Thermalbad und viele grüne Wiesen zum Faulenzen.

 

Quelle: gms2/chk

 
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