Neue Jungtiere und Aktionen: Der große Zoo-Vergleich
VON SARAH DICKMANN UND BIRGIT KRUMMHEUER - zuletzt aktualisiert: 01.05.2008 - 12:49Düsseldorf (RP). In den Tierparks der Region wartet viel Neues auf die Besucher: Überall wird umgebaut, um den Tieren größere Gehege zu bieten. Zudem organisieren die Zoos ungewöhnliche Aktionen für ihre Gäste. Möglich sind Hochzeiten im Zoo, Tierpfleger-Kurse und Seniorenführungen.
Die Brücke spannt sich über ein grün bewachsenes Tal, ein schmaler Pfad führt die Besucher anschließend durch den Regenwald. Vorbei an Pandabären und Orang-Utans geht es bis zum Dschungel-Spielplatz, wo sich Kinder wie Tarzan von Liane zu Liane schwingen können.
Im Zoo in Gelsenkirchen wird eifrig gebaut, um die fünf Hektar große „Erlebniswelt Asien“ fertigzustellen. „Das Umfeld wird einzigartig schön, nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Gäste“, sagt Sabine Haas, die in dem Tierpark als Biologin arbeitet. Nicht nur in Gelsenkirchen tut sich was: Die Zoos in der Region rüsten mächtig auf. Überall warten neue Landschaften und ungewöhnliche Aktionen auf die Besucher.
Heiraten im Zoo? Kein Problem in Duisburg. Expeditionen bei Nacht? Einfach anmelden im Kölner Zoo. Besuch mit einer Seniorengruppe? Im Wuppertaler Zoo stehen Elektromobile bereit. „Die Zoos bemühen sich, Besuchern und Tieren gleichermaßen gerecht zu werden“, sagt Volker Homes von der Natur- und Tierschutz-Organisation WWF. Die Tierparks setzen auf Attraktionen für kleine und große Gäste und weitläufige Gehege für die Zoobewohner.
Überall entstehen neue Themenparks: Wuppertal baut gerade eine neue Pinguin-Anlage mit Unterwasser-Tunnel. In Gelsenkirchen gibt es die Erlebniswelten Alaska und Afrika, in Köln den Elefantenpark, in Krefeld die Tropenhäuser. „Die Besucher wollen keine Kacheln und keinen Beton mehr“, sagt Homes. Gefragt sind Gehege, in denen die Zäune nicht zu sehen sind. „Und wenn die Tierparks nicht expandieren können, reduzieren sie die Zahl der Tiere“, sagt Homes. Das sei früher anders gewesen: „Da war der Zoo mit den meisten Tierarten der Gewinner in der Region.“
Thomas Schröder, Geschäftsführer des Tierschutzbundes, lobt diesen Trend. Die Tierhaltung in Zoos habe sich in den vergangenen Jahren zum Positiven verändert. „Wenn Tiere schon in Gefangenschaft leben müssen, sollten die Zoos wenigstens darauf achten, sie artgerecht zu halten.“ Allerdings habe sich seit Eisbär Knut eine Jungtier-Vermarktungs-Manie entwickelt, die nicht gut sei. „Eisbären und andere Raubtiere sind und bleiben absolut ungeeignet für ein Leben in Gefangenschaft.“
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