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Ab nach München: Oktoberfest für Kurzentschlossene

VON CHRISTIAN SCHREIBER - zuletzt aktualisiert: 07.09.2012 - 12:00

München (RP). Am 22. September beginnt in München die Wiesn. Wir geben Tipps für Anreise, Zelte und Vergünstigungen. Denn das Oktoberfest ist ein teures Vergnügen: Hotels nehmen häufig den doppelten Preis, die Maß kostet ab 9,10 Euro.

Bayerns Metropole fiebert – und erwartet wieder Millionen Touristen zum größten Volksfest der Welt: Das Oktoberfest beginnt am 22. September. Bis 7. Oktober können sich Gäste Radler und Bier, Hendl und Hax'n schmecken lassen.

Hier die wichtigsten Tipps:

Flug Ab nach München Lufthansa bietet derzeit noch Retourtickets Düsseldorf-München während der Wiesn für weniger als 150 Euro. Mit Air Berlin ab Köln-Bonn ist es ein bisschen teurer, Hin- und Rückflug kosten ab 150 Euro. Tipp: Der Zug ist eine gute Alternative.

Auch jetzt gibt's noch Sparangebote für zuggebundene Tickets. Ab den meisten Bahnhöfen in NRW geht es für 69 oder 79 Euro nach München, der Normalpreis pendelt zwischen 109 und 135 Euro pro Billett. Die Fahrtzeit liegt mit einem ICE über Würzburg bei 4:50 Stunden, über Stuttgart bei fünf Stunden.

Auto Schnell zur Wiesn Rund um die Festwiese gibt es keine offiziellen Parkplätze. Deswegen sollten auch jene, die mit dem Auto nach München kommen, einen der großen Park-and-Ride-Plätze ansteuern. Zum Beispiel: Tiefgarage Westfriedhof, Olympiazentrum, Heimeranplatz, Mangfallplatz, Kieferngarten oder Fröttmaning. Zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel bringen die Besucher in die Nähe des Festgeländes (S1 bis S8, S20, S27, U3 bis U6).

Bahn Die S-Bahn verkehrt in Stoßzeiten alle zwei bis fünf Minuten. Unter der Woche ist um 1.45 Uhr Schluss, am Wochenende gegen 2.30 Uhr. Die U-Bahn fährt bis etwa 2 Uhr, danach verkehren im Zentrum Busse und die Tram auf einigen Linien.

Feiern Auf ins Zelt 14 große Festzelte gibt es, die Platz für knapp 100.000 Menschen bieten. Aber am Wochenende kommen bis zu eine Million Besucher pro Tag. Folge: Die Wirte müssen oftmals wegen "Überfüllung" ihr Zelt dichtmachen. Wer sicher reinkommen will, braucht eine Reservierung.

Leider gibt es keine zentrale Hotline, die das koordiniert. Jedes Zelt hat ein eigenes Reservierungsbüro, an das man sich wenden muss (alle Daten unter www.oktoberfestportal.de/wirte.htm). Tipps: Für die Reservierungs-Anfrage mindestens einen Alternativ-Termin bereithalten, besser werktags, besser mittags als abends. Die Wirte dürfen nicht alle Plätze per Reservierung vergeben, bestimmte Bereiche müssen frei bleiben. Deswegen lohnt es sich oft, früh dran zu sein. Wer werktags um 10 Uhr da ist, bekommt in der Regel immer einen Platz. Am besten zügig zur Zeltmitte gehen, da befinden sich die nicht-reservierten Plätze.

Käfer-Schänke Die 2900 Plätze der bei Prominenten beliebten Wiesn-Schänke, in der zum Beispiel die Schickeria und die Fußball-Profis des FC Bayern München feiern, sind besonders begehrt. Und trotzdem hat man noch Chancen: Zwar ist nachmittags und abends bereits alles vergeben, aber Termine zur Mittagszeit (11.30 bis 15 Uhr) sind laut Homepage noch frei. Man muss per Fax oder Post (E-Mail geht nicht) seine Terminwünsche einreichen, dann soll es maximal zwei Wochen dauern, bis man Bescheid bekommt (www.feinkost-kaefer.de).

Tipp: Käfer darf länger öffnen als die Bierzelte, nämlich bis 0.30 Uhr, teilweise erfolgt der Rausschmiss erst um 1 Uhr. Eine Chance bietet sich manchmal zwischen 22 und 22.30 Uhr: Der ein oder andere Schicki-Micki-Gast hat genug vom Feiern und räumt seinen Platz.

Bier her Der Bierpreis entfacht immer heiße Diskussionen. Jedes Jahr wird der Gerstensaft teurer. Diesmal kostet die Maß zwischen 9,10 Euro und 9,50 Euro. Ein Liter Wasser ist mit durchschnittlich 7,30 Euro auch nicht günstig. Um 22.30 Uhr ist Schluss mit Bier, eine Stunde später machen die Zelte dicht. Tipp: Länger feiern kann man im Käfer-Zelt – wenn man denn hineinkommt.

Fahrgeschäfte Sogar auf der Wiesn gibt es Vergünstigungen: Von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr reduzieren die Schausteller und Wiesnwirte zum Teil ihre Preise. Aktuelle Angebote: www.mittagswiesn.de. Die Dienstage (25. September, 2. Oktober) stehen unter dem Familien-Motto mit reduzierten Preisen bei Fahrgeschäften und Marktleuten.

Dann ins Bett Hotelzimmer sind heiß begehrt und teuer: Durchschnittlich 200 Euro kostet eine Übernachtung, wie das Hotelportal HRS ermittelt hat. Das sind fast 100 Prozent Aufschlag. Auch hier gilt: Unter der Woche ist es billiger. Zimmer sind über die Hotelportale www.hrs.de und www.booking.com zu buchen.

Tipp: Die letzten freien Zimmer findet man auf der Internetseite der Stadt: www.muenchen.de/uebernachten. Auch der Gäste- und Hotelservice von München Tourismus hilft bei der Buchung, Telefon 089/ 2 33 96-500 (mo. bis fr., 9 bis 18 Uhr). Spartipp Wer nicht unbedingt den Komfort eines Hotelzimmers braucht, sollte es auf einem der beiden Campingplätze Münchens versuchen. Beide verlangen zwar einen "Saison-Zuschlag" während der Wiesn.

Trotzdem kommt die Nacht im Zelt nur auf etwa zwölf Euro. In München-Thalkirchen sind Reservierungen "nicht möglich und auch nicht notwendig", heißt es. Aber: "Während des Oktoberfests kann es zu Engpässen kommen."

Quelle: RP/anch/das
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