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panorama mallorca cap fomentor 2009
  Foto: gms

Für den Snack zwischendurch: Die besten Bistros auf Mallorca

VON MARTINA VOGT - zuletzt aktualisiert: 05.08.2010 - 15:14

Düsseldorf (RPO). Locker und leger mal eben ein Tellergericht oder ein paar Tapas vernaschen – dafür stehen die besten Bistros der Insel. Und am Tresen trifft man auch gerne auf den einen oder anderen Einheimischen.

Das Bistro-Urgestein der Insel ist seit knapp einem Jahrzehnt das „Viena“, das vor allem mit seinem berühmten Wiener Schnitzel Furore machte (und macht). Seit es eröffnete, kennt beinahe jeder Mallorca-Reisende das winzige Dorf Cas Concos, in dem es sich befindet.

Und nun setzt es Maßstäbe und Trends: Drei der folgenden Adressen sind Neueröffnungen, alle drei so klassisch eingerichtet, wie wir es vor allem aus Frankreich kennen und lieben. Mit durchgehend unter Dampf stehender Küche, so dass man jederzeit seinen Appetit auf mallorquinische, mediterrane und deutsche Hausmannskost stillen kann. Und das auch noch zu fairen Preisen!

Info
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Osten/Südosten: Cas Solleric

Edi Burkhart stand lange im legendären Viena am Herd, bevor er sich unlängst mit seinem Partner Josef Plagge in der „Fußgängerzone“ von Felanitx selbstständig machte. Seither haben die Residentes im Südosten eine neue Lieblingsbar; am Tresen, um den sich Plagge kümmert, darf sogar geraucht werden.

Derweil kümmert sich Burkhart um den kleinen oder großen Hunger seiner Gäste, und was die am liebsten mögen, hat er in seinen Viena-Jahren gelernt: Tapas und Hausmannskost dominieren das Speisenangebot, aber auch Barbecues und 5-Gang-Menüs sind möglich, wenn der Gast es wünscht. Da ist von Chicken Wings bis hin zu in Martini geschmortem Kaninchen mit Couscous oder Zwiebelrostbraten vom Entrecôte mit Spätzle so ziemlich alles zu haben. In klassischem Bistro-Ambiente mit Stuck, Kronleuchter, Großkaro-Fußboden und viel dunklem Holz probierten wir zuletzt Saté-Spießchen, Tempura von Austernpilzen mit mariniertem Gemüse, Kartoffelcrème mit Schnittlauch- und Speckflocken, ein pikantes Seewolffilet mit Erbsenpüree, ein mächtiges Cordon Bleu mit Serrano-Schinken und Mahon-Käse sowie einen Chili-Burger mit Pommes.

Alles wird fix und zu sehr fairen Preisen serviert, wie es sich für ein Bistro gehört. Auch die Weine sind entsprechend preiswert. Außerdem: Frühstück für Spätaufsteher. Wenn es sonst auch nicht viel Aufregendes gibt in Felanitx’ autofreier Zone – der Weg hierher lohnt trotzdem. Zumal hier von diesntags bis samstags ab 11 Uhr durchgehend gekocht wird.

Infos: www.cassolleric.com, Felanitx, Major 11, Fon 9 71 58 43 80

Markwirtschaft/Restaurant Mercat

So muss es sein, ein Restaurant am Markt: Ein Bistro, in dem es schnell servierte, leckere Küche gibt, die man vor, nach oder zwischen den Einkäufen genießt; ein Bistro, in dem man immer auf einen Snack oder ein Tellergericht vorbeischauen kann. Christian Klement hat wie auch sein Kollege Edi Burkhart (siehe Cas Solleric) lange Zeit im Viena gekocht, und auch er weiß, was seine Gäste wünschen. An schlichten, von langen Holzbänken umrahmten Tischen serviert er vor allem ein Gericht, das beliebteste im gesamten Südosten: Perfekt zubereitetes Wiener Schnitzel mit separat gereichtem Kartoffel-Gurken-Salat. Auch Currywurst mit hausgemachter Currysauce und Pommes sowie Matjesbrötchen stillen den guten deutschen (Markt-)Hunger.

Abgesehen davon ist die Speisekarte so gestaltet, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist: Es gibt neben Suppen (unser Favorit: eine wunderbar sämige Knoblauchsuppe), Salaten und Pasta natürlich Wokgemüse (knackfrisch, üppig, lecker), Tapas, wie es sich für Spanien gehört, außerdem Hauptgerichte mit Seeteufel und Rotbarbe, Rinderfilet und Lammkarree. Dann noch eine Wochenkarte, Tagesgerichte und: Torten. Wir aßen bei unserem letzten Besuch u.a. von der Tageskarte wunderbar würzige marokkanische Lammwürstchen mit herrlich butterigem Couscous – eine Wucht. Der Hauswein stammt vom Gut Armero i Adrover aus dem benachbarten Felanitx, auch der ist prima.

Also, egal zu welcher Tages- oder Abendzeit Sie Appetit verspüren, diese ist rund um Santanyi die richtige Adresse für den schnell und preiswert zu befriedigenden Hunger (täglich 9-23 Uhr geöffnet). Das fängt schon mit dem Frühstück an – es handelt sich eben um eine richtige Marktwirtschaft.

Infos: www.marktwirtschaft.es, Santanyí, Plaza Major 6a, Fon 9 71 65 38 53

Viena

Für die Residenten des Hamburger Hügels ist Cas Concos allein durch die Existenz des hier residierenden Viena der Nabel der Insel, wenn nicht gleich der ganzen Welt. Lange Jahre gehörte es zu den absoluten Musts des Südosten-Urlaubers, hier mindestens einmal einzukehren, am Chichi-Treiben gut betuchter Norddeutscher teilzuhaben und sich ein mal sehr, mal weniger gut zubereitetes Wiener Schnitzel (Viena!) zu gönnen. Wie immer und überall scheint aber auch hier die Schickmick-Karawane weiter gezogen zu sein; was bleibt, ist die äußerst originelle Kaffeehaus-Bistro-Einrichtung mit gewischten Wänden, großen Gemälden, farbigen Lüstern und dekorativ verfallender Stuckdecke, so ein bisschen Schmuddelcharme, wie wir alle ihn lieben.

Und neben den berühmten Schnitzeln eine ordentliche und ordentlich zubereitete Tapas-Auswahl (ganz klassisch: Pimientos de Padrón, Speckdatteln, Gambas al ajillo, Frühlingsrollen, Chicken Wings & Co.); nette, nicht minder klassische Vorspeisen (z.B. Ziegenkäse im Brikteig und natürlich Suppen); Pasta (z.B. Penne mit Gambas, Knoblauch und Chili) sowie die für allem für ihre Üppigkeit gepriesenen Hauptgerichte, ebenfalls sehr traditionell: Entrecôte, Entenbrust, Thunfischsteak & Co. Sehr gut: Viele richtig gute malorquinische Tropfen werden auch offen serviert. Was also bleibt, ist ein gutes Bistro, eine nette Adresse für einen Zwischenstopp in Cas Concos, dem Nabel der Welt.

Infos: www.viena-mallorca.com, Cas Concos, Metge Obrador 13, Fon 9 71 4 22 90

Inselmitte, Bistro 33

Anders als so viele andere „Ableger“ von noblen Restaurants, die sich ebenfalls Bistro nennen, ist dieses tatsächlich eines. Das im luxuriösen Landhotel Read’s und dort in dessen ehemaliger Ölmühle, der Tafona, befindliche Bistro 33 offeriert vergleichsweise preiswerte einfache Gerichte – kein Vergleich zum sternverdächtigen Gourmet-Restaurant Bacchus, das unter gleichem Dach schräg gegenüber zu kulinarischen Hochgenüssen lädt.

Küchenchef beider Restaurants ist der junge Deutsche Felix Eschrich, der hier täglich beweist, dass er von bei Niedrigtemperatur gegartem Steinbutt bis hin zum schlichten, aber köstlichen Beefburger so ziemlich alles kochen kann. Also nutzen Sie die Gelegenheit, dieses noble, britisch geführte und entsprechend ausgestattete Haus einmal von innen in aller Ruhe anschauen zu können. Melden Sie sich an der Rezeption, sagen Sie, dass Sie im Bistro essen möchten, und Sie werden herzlich empfangen – Schwellenangst ist unbegründet. Genießen Sie die gedämpfte, gediegene Atmosphäre der Salons bei einem Aperitif, bevor Sie sich ins lebendige Bistro begeben und dort preiswert und gut essen.

Zum Beispiel Thunfischcarpaccio mit Wasabi und süßsaurem Gemüsesalat, Hähnchen-Satay mit Pflaumen und Ingwersalat oder eine üppige, sättigende Minestrone (nur 7,50 Euro!), sehr lecker; Pappardelle Puttanesca oder ein anderes Pastagericht; zum Hauptgang vielleicht Kaninchenrücken mit Kartoffeln-Kapern-Püree, Lammkoteletts mit mediterranem Gemüse oder Rinderfilet mit Kartoffelgratin, Entenconfit mit Mango-Risotto und Wok-Gemüse oder tagesfrische Fische wie Kabeljau. Das ist verfeinerte Bistro-Kost oder Bistro-Feinkost, in jedem Fall aber vom Feinsten. Und mit Hauptgerichtspreisen unter 20 Euro durchaus bezahlbar. Serviert wird auch auf einer Terrasse vor dem Entree des Hauses, doch auch bei schlechtem Wetter macht das Bistro 33 Spaß – und außerdem gibt es hier ja auch noch ein tolles Spa …

Infos: www.readshotel.com, Santa María del Camí, Ctra. Vieja Santa María-Alaró s/n, Fon 9 71 14 02 61

Can Calet

Mitten im Herzen der Insel befindet sich das Städtchen Santa María del Camí, und mitten in dessen Zentrum das Can Calet, man kann es kaum verfehlen. Seit dem Frühsommer 2009 hat es als Bistro (mit entsprechender Einrichtung), Bar und Café die ganze Woche lang offene Türen für alle, Einheimische wie Touris gleichermaßen, die der kleine oder große Hunger drückt, die mal eben einen Kaffee trinken möchten, Lust auf ein entspanntes Essen oder auch nur auf ein gutes Glas Wein haben; ein imposanter Sandsteinbogen trennt den Raucher- vom Nichtraucherbereich.

Mittags (bis 16 Uhr) und abends wird warme Bistroküche serviert. Da gibt es allseits beliebte Tapas wie Chipirones, Mejillones a la marinera und Pimientos de Padrón, international beliebte Vorspeisen wie Vitello Tonnato und Saté-Spieße, üppige Salate, ehrliche Fisch- und Fleischgerichte wie z.B. Calamares vom Grill oder Entrecôte mit grünem Pfeffer. Wir empfehlen: Das wunderbare Thai-Cury, wahlweise mit Huhn, Gambas oder ein vegetarisch zu haben. Fast noch besser: Die außen knusprige, innen butterzart und mürbe geschmorte Lammschulter (das Fleisch fällt vom Knochen), dazu Tumbet, also mallorquinisches Ratatouille und natürlich ein Gläschen vom Hauswein, der aus dem benachbarten Santa Eugenia kommt. Super und sehr preiswert, wie alles hier. Auf der Terrasse vor dem Bistro gibt es viel zu gucken; im Patio hinter dem Haus herrscht idyllische Ruhe.

Infos: Santa María del Camí, Plaça Hostals 26, Fon 9 71 62 01 73


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