Flughafen bombardiert: Airlines streichen Flüge nach Beirut
zuletzt aktualisiert: 13.07.2006 - 15:12Frankfurt/Main (rpo). Nachdem der internationale Flughafen von Beirut bombardiert wurde, sind viele Flugverbindungen in den Libanon eingestellt worden. Einige deutsche Reiseveranstalter haben alle Reisen bis Ende Oktober abgesagt. Und das Auswärtige Amt rät in einem Sicherheitshinweis derzeit von einer Reise in den Libanon ab.
Sowohl die Lufthansa als auch die libanesische Fluglinie Middle East Airlines setzten am Donnerstag ihre Flüge von Frankfurt am Main nach Beirut aus. Die Maßnahme gelte zunächst bis einschließlich Sonntag, sagte ein Sprecher des Rhein-Main-Flughafens. Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, Reisende mit Buchungen sollten die Airline kontaktieren.
Am Donnerstagmorgen habe es mit der Landung einer Lufthansa-Maschine die letzte Flugbewegung zwischen Frankfurt und Beirut gegeben, sagte der Flughafensprecher. Die Reiseveranstalter Dertour und Meier's Weltreisen sagten alle Reisen in den Libanon bis 31. Oktober ab. Derzeit befänden sich aber keine Gäste dort, teilten die Unternehmen in Frankfurt mit. Den 42 Reisenden, die einen Urlaub gebucht hätten, würden Alternativen angeboten.
Das Auswärtige Amt veröffentlichte am Donnerstag einen Reisehinweis, in dem dringend vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Region abgeraten wurde. Vor allem von Reisen in den Süden des Landes wird demnach gewarnt. Eine förmliche Reisewarnung für den Libanon bestand jedoch zunächst nicht.
Die israelische Luftwaffe hatte am Morgen den internationalen Flughafen Beirut bombardiert. Das Rollfeld wurde getroffen, so dass der Flughafen geschlossen wurde. Bereits gestartete Flüge mit Kurs auf Beirut waren nach Zypern umgeleitet worden.
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