Viva Ecuador: Auf den Spuren der Kakaobarone
VON GEORG ALEXANDER - zuletzt aktualisiert: 31.03.2006 - 10:33Guayaquil (rpo). Spätestens wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM im Juni auf Ecuador treffen wird, rückt der kleine südamerikanische Staat in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Dabei gibt es in dem am Pazifik gelegenen Land wesentlich mehr zu sehen als Fußball - etwa die Anden oder den Amazonas. Und auch die größte Stadt des Landes Guayagil ist durchaus einen Besuch wert.
Es ist schwer zu sagen, wo Ecuador am schönsten ist. In jeder Beziehung am heißesten ist jedenfalls Guayaquil. Die schwüle Hafenmetropole im Südwesten des südamerikanischen Landes dampft vor Lebensfreude. Am Abend flanieren die Menschen auf dem Malecon, der langen Uferpromenade. Die Kneipen, Discos und Restaurants im Zentrum sind voll. Wer zu den Galápagos-Inseln möchte, muss über Guayaquil und es lohnt sich, einen längeren Zwischenstopp einzuplanen.
Die Stadtväter versuchen seit Jahren, das Image Guayaquils als gefährliche und lärmende südamerikanische Hafenstadt zu verbessern. So wurde nicht nur der Malecon am Ufer des Rio Guayas zu einer schicken exotischen Flaniermeile ausgebaut, sondern auch das Viertel Santa Ana saniert, das in Toplage auf einem steilen Hügel am Nordende des Malecons klebt. Daran, dass in dem hübschen Treppenviertel alle 30 Meter ein Polizist steht, muss man sich allerdings erst gewöhnen.
Die Präsenz der Sicherheitsleute sorgt aber dafür, dass man unbehelligt die 444 Stufen bis zum alten Leuchtturm und zur Kapelle hinaufgehen kann, die auf der Spitze des Hügels stehen. Von dort geht der Blick nicht nur über den breiten Rio Guayas und das Stadtzentrum, sondern auch über den Nachbarhügel Cerro del Carmen. Sehenswert ist der Parque Histrico am Ufer des Rio Daule. Dort sind viele Tier- und Pflanzenarten Ecuadors zu sehen. In der "Traditionszone" wurden zudem Handelshäuser aus der Zeit der Kakao- und Zuckerbarone wieder aufgebaut. Das Viertel gibt einen schönen Eindruck von der goldenen Epoche des Kakaobooms.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.viveecuador.com


