Koffergebühr, Rollstuhlgebühr für alle: Billigfliegen wird immer teurer
zuletzt aktualisiert: 28.04.2008 - 10:18Düsseldorf (RPO). Ab neun Euro in den Urlaub fliegen: Mit solchen Schnäppchenpreisen locken Low-Cost-Anbieter. Allerdings ist das Billigfliegen in vielen Fällen gar nicht mehr so billig. Denn einige Airlines erfinden immer neue Zuschläge. Wir sagen Ihnen, wie Sie trotzdem noch günstig in den Urlaub kommen.
Flugpreis und Flughafengebühren – damit ist es bei den Billigfliegern schon lange nicht mehr getan. Auch der Kerosinzuschlag ist mittlerweile ein alter Hut. Dafür fallen manchen Airlines immer weitere Gebühren ein, mit denen sie die Fluggäste neben dem günstigen Flugpreis kräftig zur Kasse bitten.
Eine Kreditkartengebühr ist inzwischen eigentlich schon üblich. Bis zu sieben Euro extra verlangen die Anbieter pro Buchung mit Visa und Co. Daneben erheben Ryanair und Easyjet seit einiger Zeit Aufschläge pro Gepäckstück. Damit sind ganz normale Koffer gemeint und keine sperrigen Gegenstände wie Surfbrett oder Fahrrad. Neun Euro pro Koffer und Flug sind bei Ryanair fällig. Bei Easyjet sind es 7,50 Euro.
Beim irischen Billigflieger Ryanair fällt außerdem eine Rollstuhlgebühr an. 50 Cent extra müssen alle Fluggäste zahlen. Die Fluggesellschaft hatte die Gebühr auf alle Passagiere umgelegt, nachdem ein Gericht nach der Klage eines Rollstuhlfahrers befunden hatte, dieser sei durch die Gebühr ungerechtfertigt benachteiligt worden.
Darüber hinaus gibt es Extras, wie ein früheres Einsteigen (zum Beispiel Speedy Boarding bei Easyjet) oder Sitzplatzreservierungen, die sich die Billigflug-Anbieter zusätzlich honorieren lassen. Wer mit der Buchung im Internet nicht klarkommt, kann bei den teuren Telefon-Hotlines ein kleines Vermögen lassen.
Und Unerfahrene, die beim Buchungsvorgang nicht richtig aufgepasst haben, haben gleichzeitig noch eine teure Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. So kommt schnell ein vielfaches des vermeintlich günstigen Einstiegspreises zusammen. Das Billigflugticket kann so manches Mal sogar mehr kosten als ein günstiges Angebot bei einer klassischen Fluggesellschaft, wie zum Beispiel der Lufthansa.
Rechnet man den Service und die Verpflegung bei den großen Fluggesellschaften mit ein und ebenso den Transfer zu den öfters abgelegeneren Flughäfen der Low-Cost-Anbieter, lohnt sich ein Vergleich mit den etablierten Fluglinien. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie günstig fliegen wollen, lesen Sie hier.



