Mobiler Pavillon: Chanel-Handtasche bekommt eigenes Museum
VON NELE HARBEKE - zuletzt aktualisiert: 04.02.2008 - 12:11Düsseldorf (RPO). Die gesteppte Handtasche aus dem Modehaus Chanel ist legendär. Jetzt bekommt sie sogar ein eigenes Museum. Der Clou: Das Museum ist genauso viel unterwegs wie eine Damen-Handtasche. Es wird in der ganzen Welt umherreisen.
Die Londoner Star-Architektin Zaha Hadid hat den mobilen Pavillon für Chanel entworfen. Die Britin mit den iranischen Wurzeln ist seit langem bekannt für ihre futuristischen Entwürfe. Im Jahre 2004 bekam sie als erste Frau den Prisker-Preis verliehen, den "Nobelpreis" für Architekten. Karl Lagerfeld, Chanels Chefdesigner, ist seit langem ein Fan von Zaha Hadids Werken.
Das Chanel-Museum wird am 27. Februar in Hongkong ankommen. Dort beginnt es seine Welttournee , die es nach Tokyo, New York, Los Angeles, London und Moskau führt. Beendet wird die mobile Ausstellung 2010 in Paris, der Heimat des Chanel-Modeimperiums.
In der Ausstellung werden Bilder, Skulpturen und Installationen von rund zwanzig zeitgenössischen Künstlern zu sehen sein, unter anderem von John Lennons Frau Yoko Ono. Alle Künstler hatten einen besonderen Arbeitsauftrag: Sie sollten sich für ihre Werke durch die berühmte Chanel-Stepptasche "2.55" inspirieren lassen. So ist die Ausstellung auch eine Hommage an die Ikone Coco Chanel und ihre Mode.
Coco Chanel war selbst mit vielen Künstlern ihrer Zeit befreundet. Sie unterstützte deren Kunst und ließ sich durch sie inspirieren. Durch die außergewöhnliche Idee des fahrenden Museums möchte sich das Modehaus Chanel erneut als Sinnbild für Avantgarde und Schaffenskraft präsentieren.
Wie der futuristische Chanel-Pavillon aussehen wird, sehen Sie in unserer Fotostrecke.



