Schlechte Sitten: Chinesen sollen im Ausland nicht rülpsen
zuletzt aktualisiert: 24.08.2006 - 16:00Peking (RP). Unter den Reisenden dieser Welt befinden sich immer mehr Chinesen. Weil der ein oder andere es mit dem Benehmen im Ausland nicht ganz so genau nimmt, ist die Kommunistische Partei auf den Plan getreten und hat einen neuen Verhaltens-Knigge für ihre Landsleute erstellt.
Die regierende KP sorgt sich um das Ansehen der Volksrepublik. Chinesen sollten im Ausland nicht in der Öffentlichkeit rülpsen, auf die Straße spucken, laut ins Handy brüllen, Abfall in die Landschaft werfen, ohne Händewaschen zum Essen gehen oder auf der Toilette rauchen, rät das KP-Steuerungskomitee für geistige Zivilisation den Urlaubern in einem neuen Verhaltens-Knigge.
Das Brevier enthält strengen Tadel für die Untertanen: "Das Verhalten einiger chinesischer Reisender im Ausland ist nicht vereinbar mit der zunehmenden wirtschaftlichen Stärke der Nation und ihrer wachsenden internationalen Rolle", heißt es darin.
Als erstes soll das Heft den Angestellten staatlicher Unternehmen sowie Regierungsbeamten zugestellt werden. Die Staatsmedien sollten dann für die weitere Verbreitung sorgen, hieß es.
Mit der wirtschaftlichen Entwicklung steigt die Zahl der Auslandsreisen von Chinesen stark an. Im vergangenen Jahr fuhren 31 Millionen Chinesen ins Ausland.



