Rio de Janeiro: Christusstatue nach Erdrutschen gesperrt
zuletzt aktualisiert: 14.04.2010 - 09:09Rio de Janeiro (RPO). Nach den heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben mehrere Erdrutsche die Zugänge zur weltberühmten Christus-Statue auf dem Zuckerhut in Rio de Janeiro versperrt. Touristen hätten bis Samstag keinen Zugang, meldeten brasilianische Medien.
Sowohl die Straßenzugänge als auch die Schienen der Bergbahn, die auf den Corcovadoberg führen, wurden verschüttet. Zudem versperren umgestürzte Bäume die Zugänge. Die Bergbahn wird voraussichtlich für bis zu 10 Tage gesperrt sein. Die Betreibergesellschaft klagt über hohe finanzielle Verluste.
Die heftigen Regenfälle hatten in Rio de Janeiro zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Bisher wurden 246 Leichen geborgen, über 100 Menschen werden noch vermisst. Im gesamten Bundesland Rio de Janeiro sind etwa 12.000 Menschen obdachlos geworden.
Die 38 Meter hohe Christusstatue mit den ausgebreiteten Armen ist wohl die größte Art-Deco-Skulptur der Welt. Die 1.145 Tonnen schwere Figur wurde 1931 nach fünfjähriger Bauzeit eingeweiht. Mittlerweile ist sie eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Mehr als eine Million Touristen fahren jedes Jahr auf den 710 Meter hohen Corcovadoberg. Im Juli 2007 wurde die Christusstatue zu einem der "Sieben neuen Weltwunder" gewählt.



