Von der Privatinsel bis zum Weltraumflug: Das Reiseimperium des Richard Branson
VON EVA FIEDLER - zuletzt aktualisiert: 25.02.2008 - 11:28Düsseldorf (RPO). Er ist Mr. Tausendsassa. Zum Imperium von Richard Branson gehören so viele Unternehmen, dass man schnell den Überblick verliert. Alleine in der Reisebranche sind es mindestens 14. Das exklusivste heißt Virgin Limited Edition, eine Art Ferienhausvermittlung für Superreiche.
Sir Richard Branson, das ist der Gute-Laune-Brite mit der weißblonden Mähne und den aufgeknöpften Oberhemden, der gerne mit leicht bekleideten Models werbewirksam vor den Virgin-Logos seiner diversen Firmen posiert. Der „Hippie-Kapitalist“ (Wirtschaftswoche) wurde mit dem Plattenlabel Virgin Records reich und berühmt und besitzt mittlerweile rund 200 Unternehmen in 30 Ländern.
1984 stieg Schulabbrecher Branson, den die Queen 2000 zum Sir adelte, mit der Airline Virgin Atlantic in die Reisebranche ein. Die Fluggesellschaft ist eine der tragenden Säulen seines Imperiums. Hinzugekommen sind in den folgenden Jahren zum Beispiel eine Billigfluglinie in Australien (Virgin Blue), die US-Airline Virgin America, ein Limousinenservice, Firmen für Ballonfahrten und Privatflüge.
Dass Branson immer wieder für Überraschungen gut ist, zeigte er auch vergangenen Sonntag, als er einen großen Passagierjet seiner Fluggesellschaft mit Biosprit betankt von London Heathrow nach Amsterdam Schiphol fliegen ließ.
Erst vor kurzem präsentierte der 57-Jährige in New York seine neueste Geschäftsidee. Die Raumfahrtfirma Virgin Galactic soll ab 2010 Touristen ins All befördern. Für rund 140.000 Euro können die Weltraumbesucher einige Minuten Schwerelosigkeit und spektakuläre Blicke auf unseren Planeten erleben.
Kate Moss war schon auf Necker Island
Etwa in die gleiche Preisklasse fällt Bransons Edelmarke Virgin Limited Edition. Die Ferienhausvermittlung für Superreiche hat nur wenige dafür umso erlesenere Unterkünfte im Angebot. Dazu zählt zum Beispiel Bransons Privatinsel Necker Island inmitten der Britischen Jungferninseln. (Hätte es eine andere Inselgruppe sein können, als die British Virgin Islands?) Eine marokkanische Festung oder eine Safari-Lodge in Südafrika.
Mit bis zu 28 Gästen kann man die Privatinsel des britischen Milliardärs komplett mieten, für rund 32.000 Euro pro Nacht. Rund 15.000 Euro zahlt ein Paar, das sich für eine Woche in eine der aus Bali importierten Hütten auf der Insel einmietet. Kate Moss soll hier schon relaxt haben.
Letzter Neuzugang bei den exklusiven Ferienunterkünften ist The Lodge, ein nobles Charlet in Verbier im Schweizer Kanton Wallis. In dem rustikalen Holzhaus sind neun Luxussuiten mit Kamin, Jacuzzi und riesigen Flachbildfernsehern untergebracht. Im Wochenpreis, los geht’s ab 47.000 Euro für das komplette Haus, sind Koch, Chauffeur, Spa, Schlittschuh-Ring und Helikopterservice angeblich inklusive. Was Milliardäre halt so brauchen.


