Unruhen in Tunesien: Deutsche warten auf Flug in die Heimat
zuletzt aktualisiert: 14.01.2011 - 20:40Oberursel (RPO). Die ersten rund 230 Gäste der Reiseveranstalter Neckermann Reisen, Thomas Cook, Bucher Last Minute und Air Marin sind auf dem Weg von Tunesien nach Deutschland. Andere müssen noch auf ihre Heimreise warten.
Am Abend befanden sich insgesamt vier Sondermaschinen auf dem Rückflug von Monastir und Djerba, wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte. Sie werden am späten Abend in Berlin und Düsseldorf erwartet.
In den kommenden Tagen seien weitere Sonderflüge geplant, um die restlichen der insgesamt rund 2000 Gäste der Thomas Cook AG aus Tunesien zurückholen. Bis zu ihrer Abreise würden die Gäste von der Reiseleitung in ihren Hotels betreut und über die aktuelle Lage informiert.
Reiseveranstalter Tui hat beschlossen, alle Anreisen nach Tunesien bis einschließlich 17. Januar zu stoppen. Die Gäste werden derzeit kontaktiert. Die rund 1000 deutschen Tui-Gäste, die sich derzeit in Tunesien befinden, sollen schnell in die Heimat gebracht werden.
Die wichtigsten Flughäfen Tunesiens sind nach Angaben der französischen Luftfahrtbehörde seit 18.30 Uhr am Freitag gesperrt. Überflüge über das nordafrikanische Land seien aber weiter möglich, teilte die DGAC mit. Eine vollständige Sperrung des Luftraums habe Tunesien nicht verhängt.
Die Zahl der deutschen Reiseveranstaltergäste, die sich am Freitag in Tunesien aufhielten, bezifferte der Deutsche Reiseverband auf "etwa 6000 bis 8000". Die von den Veranstaltern angebotene Möglichkeit, freiwillig nach Deutschland zurückzureisen, sei vor der Eskalation am Freitag "kaum in Anspruch genommen" geworden, sagte ein Sprecher.



